Tischtennis Den Profis einen Punkt abgeluchst

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Starker Auftritt: Carlos Ishida vertrat den verletzten Josef Simoncik und überzeugte prompt. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Das war eines unserer besten Spiele überhaupt“, frohlockte David Steinle nach der Partie gegen den TV Leiselheim. Dem Club, der alles daran setzt, aufzusteigen und dessen Kader gespickt ist mit Profispielern, hat der SV Kornwestheim in der 3. Bundesliga Süd in einem bis zur letzten Partie spannenden Duell Paroli geboten und ein Unentschieden erkämpft. Das fühlte sich fast wie ein Sieg an. „Wir waren wirklich eine Einheit und das Unentschieden ist vollkommen verdient“, sagte Steinle hinterher.

Das gute Abschneiden kam auch deshalb so unerwartet, weil die Kornwestheimer Nummer 1, Josef Simoncik, verletzungsbedingt passen musste. Ihn plagen Rückenbeschwerden. Für den Tschechen rückte Carlos Ishida in die Mannschaft. Und der 18-Jährige machte seine Sache gut. Mit Kay Stumper – die beiden standen erstmals zusammen an der Platte – gewann er das erste Doppel gegen Constantin Cioti und Vladimir Anca in fünf Sätzen (8:11, 11:6, 11:6, 6:11 und 11:7). Steinle und David Marek mussten gegen Medardas Stankevicius und den Inder Sushmit Sriram ebenfalls in den fünften Satz, aber auch sie setzten sich durch. „Die beiden Spiel hätten wir aber genauso gut verlieren können“, analysierte Steinle. Marek machte anschließend kurzen Prozess mit Anca (11:9, 11:6, 11:9), Steinle zwang den ehemaligen Bundesligaspieler Cioti (TTC Grenzau) über die volle Distanz. Im entscheidenden Satz behielt der Leiselheimer aber die Oberhand (11:8).

Die folgenden drei Einzel gingen ebenfalls allesamt an das Team aus dem Wormser Stadtteil: Ishida unterlag Sriram mit 1:3, Stumper hatte gegen Cioti keine Chance (0:3) und Steinle verlor gegen Stankevicius, ebenfalls mit 1:3. Im vorletzten Match führte der Kornwestheimer David Marek schon mit zwei Sätzen, brach dann aber ein und unterlag Shushmit Sriram noch mit 2:3. „Das war ein bisschen ein Deja-vu. Das ist ihm schon im Spiel gegen Wohlbach passiert“, kommentierte Steinle.

Da Ersatzspieler Carlos Ishida im Parallelspiel gegen seinen Bekannten Vladimir Anca – sie kennen sich aus der Trainingsgruppe – nichts anbrennen ließ (11:9, 12:10, 13:11), reichte es für den SVK doch zu einem Punkt. „Wir waren der totale Außenseiter und haben gedacht, dass wir überhaupt kein Land sehen“, sagte David Steinle nach dem Punktgewinn. Dass er die Situation so falsch eingeschätzt hatte, darüber war er natürlich froh.

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