Tischtennis In der ersten Hauptrunde ist Schluss

Marco Steinbrenner, vom 05.12.2017 07:00 Uhr
Kay Stumper scheidet verletzt aus. Foto: Marco Steinbrenner
Kay Stumper scheidet verletzt aus. Foto: Marco Steinbrenner

Kornwestheim - Kay Stumper sprach nach seiner 0:4-Niederlage in der ersten Einzel-Hauptrunde gegen den Rumänen Rares Sipos Klartext. „Das war ganz schlecht. Spielerisch habe ich keine gute Leistung gezeigt“, sagte das Tischtennis-Nachwuchstalent des SV Salamander Kornwestheim zum Abschluss der Jugend-Weltmeisterschaften im italienischen Riva del Garda. Für die deutliche 8:11, 9:11, 2:11 und 6:11-Niederlage hatte Stumper schnell eine Erklärung parat. „Nach einem Schlag mit der Vorhand habe ich im zweiten Satz ein Stechen im Nacken verspürt“, erzählte der 15-Jährige und erinnerte sich an die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften vor gut sieben Monaten. „Dort hatte ich die gleiche Verletzung.“ Stumper konnte sich gegen Sipos nur noch eingeschränkt bewegen und war chancenlos. „Ich hätte die Begegnung vermutlich auch so verloren, denn mein Gegner war einfach besser.“

In der Vorrunde zeigte der Regionalligaspieler gegen den an Position eins in der Gruppe gesetzten Maciej Kolodziejczyk aus Österreich eine starke Leistung und setzte sich mit 11:6, 11:6, 9:11, 11:9 und 11:9 durch. Die beiden Matches zuvor hatte Stumper noch mit 0:4 verloren. „Im Vergleich zu den letzten Duellen habe ich mich diesmal mehr bewegt und taktisch besser gespielt.“ Durch den nachfolgenden 4:2-Erfolg gegen den Neuseeländer Shu Deaen sprang für den SVKler der Gruppensieg heraus.

In der Mixed-Konkurrenz meisterten Kay Stumper und Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten) zunächst die Qualifikation und setzten sich gegen die australische Paarung Holly Nicolas/Rohan Dhooria mit 12:10 im fünften Satz durch. Gegen Daria Trigolos/Bastien Rembert (Weißrussland/Frankreich) war die Paarung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) jedoch bei der 0:3-Niederlage chancenlos. Der Doppel-Wettbewerb fand ohne Kay Stumper statt, da sein Partner Cedric Meissner (TuS 92 Celle) krankheitsbedingt vorzeitig abreisen musste.

Für die deutsche Jungen-Mannschaft, zu der neben Stumper und Meissner auch noch Tobias Hippler (TuS 92 Celle) und Gerrit Engemann (TTC GW Bad Hamm) gehörten, reichte es in der Gesamtwertung zum sechsten Platz. Jungen-Bundestrainer Zhu Xiaoyong hatte den Kornwestheimer allerdings nur in der Vorrunde gegen Japan und im letzten Platzierungsspiel gegen Frankreich eingesetzt. Beide Einzel verlor Kay Stumper.

Gegenüber dem Qualifikationsturnier für die Olympischen Jugendspiele vier Wochen zuvor in Split habe sich Stumper nach Beobachtungen von Zhu Xiaoyong am Gardasee „deutlich gesteigert. In Riva del Garda waren seine Leistungen im Einzel besser als zuvor in der Mannschaft“. Trotzdem fehle in seinem Spiel immer noch ein wenig die notwendige Aggressivität, lautet das Fazit des Coaches.