Tischtennis Mit neun Siegen aus neun Spielen in die Pause

Marius Venturini, vom 12.12.2017 07:00 Uhr
Die SVK-Doppelpaarung Roko Tosic (vorn) und Josef Simoncik: siegreich zum Ende des Jahres. Foto: Archiv/Pressefoto Baumann
Die SVK-Doppelpaarung Roko Tosic (vorn) und Josef Simoncik: siegreich zum Ende des Jahres. Foto: Archiv/Pressefoto Baumann

Kornwestheim - So ein Derby ist immer spannend“, sagt David Steinle, „und die Stuttgarter haben ein echt gutes Publikum. Da ist immer was los.“ Den 9:6-Sieg des SVK beim DJK Sportbund Stuttgart bezeichnet die Kornwestheimer Nummer 6 im Nachgang als harten Kampf. Denn die Partie des Regionalliga-Tabellenführers beim Vierten begann so gar nicht nach dem Geschmack der Gäste. 1:2 lag der SVK nach den Doppeln zurück. Kay Stumper und Milosz Przybylik unterlagen gegen den Ex-Kornwestheimer Mu Hao und Sven Happek glatt mit 0:3, Steinle und Siddharta Christian Dias Almeida gaben ihre Partie mit 2:3 gegen Marius Henninger und Gabriel Gaa ab. „Das war unerwartet“, so Steinle, „aber es hätte auch andersrum ausgehen können.“ Roko Tosic und Josef Simoncik gewannen hingegen glatt mit 3:0 gegen Alexander Frank und Carlos Dettling.

In den Einzeln lief es zunächst besser. Simoncik besiegte Mu Hao in vier Durchgängen, Tosic (gegen Sven Happek), Dias Almeida (gegen Frank), Stumper (gegen Henninger) und Steinle (gegen Dettling) machten mit 3:0 kurzen Prozess. Dann wendete sich das Blatt erneut: Przybylik unterlag in vier Sätzen gegen Gaa, Tosic in einem wahren Fünf-Satz-Krimi gegen Mu Hao – ebenso wie Simoncik gegen Happek (Steinle: „Er hat ihn überrumpelt.“). Zwischenstand: nur noch 6:5 aus SVK-Sicht. Da aber lediglich noch Dias Almeida sein Match in fünf Sätzen gegen Henninger verlor und Stumper, Prybylik und Steinle keinen Durchgang mehr abgaben, stand am Ende ein 9:6-Auswärtssieg.

Eine viel klarere Sache war tags darauf der 9:1-Heimsieg des SVK über den 1. FSV Mainz 05 2 – auch wenn den Kornwestheimern die Strapazen des vorangegangenen Spiels noch in den Knochen steckten. So brauchten die Doppel ein wenig, bis sie auf Touren kamen. Tosic und Simoncik benötigten gegen Luka Mladenovic und Guillermo Gasio die volle Distanz, ebenso Stumper und Przybylik gegen Li Bing und Felix Schmidt-Arndt. Weniger Probleme hatten Dias Almeida und Steinle bei ihrem 3:0 über Benas Skirmantas und Max Bury.

Richtige Schwierigkeiten bereitete den Kornwestheimern eigentlich ausschließlich Luka Mladenovic, der mit seinem glatten 3:0-Sieg über Tosic auch den einzigen Mainzer Punkt holte. David Steinle erklärt, warum: „Mladenovic spielt einen sogenannten ‚Anti’-Belag. Da flattert der Ball und macht keine normale Kurve.“ Steinle schätzt, dass nur rund ein Prozent aller Tischtennisspieler mit einem solchen Belag agieren. „Und daher hat man auch im Training kaum die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten.“

Sei es, wie es wolle: Der SVK steht zur Saisonhalbzeit mit neun Siegen aus neun Spielen ganz oben in der Tabelle – dicht gefolgt von der TSG Kaiserslautern, gegen die es in der Hinrunde aber ein deutliches 9:1 gab. „Wir wollen auch weiterhin alle Spiele gewinnen“, so Steinle. Den nächsten Einsatz hat sein Team am 28. Januar beim Heimspiel gegen Schlusslicht TTC Wirges.