Volleyball Die SG bleibt hinter den Erwartungen zurück

Marius Venturini, vom 10.02.2018 14:00 Uhr
Da kann sich die SG noch so strecken, am Ende wird es nichts werden mit einer Top-Platzierung. Foto: Archiv/Christine Biesinger
Da kann sich die SG noch so strecken, am Ende wird es nichts werden mit einer Top-Platzierung. Foto: Archiv/Christine Biesinger

Kornwestheim - Für die Volleyball-Herren der SG Kornwestheim/Freiberg läuft es in dieser Saison alles andere als rund. Im Bezirksliga-Auswärtsspiel bei der SG Sportschule Waldenburg 2 gab es eine glatte 0:3-Niederlage. „Wir waren nicht sehr clever“, sagt Helge Sprenger, Spielertrainer und Libero in Personalunion, zum Geschehenen im Hohenlohischen.

Beim Tabellendritten kämpfte das Team aus Kornwestheim und Freiberg mit der eigenen schwachen Annahme. „So waren wir nicht variabel“, sagt Sprenger, „und dabei fällt mir auf, dass ich das fast nach jedem Spiel sagen muss, das wir verloren haben.“ Dabei war es gerade diese Variabilität, die sich seine Mannschaft vor Saisonbeginn noch so fest vorgenommen hatte.

Nach zwei 3:1-Siegen am vergangenen Heimspieltag – gegen die Spvgg Möckmühl und den Renninger SC – setzte es nun also wieder eine Pleite für den derzeitigen Tabellenfünften. Sprenger analysiert: „Das Verhältnis Risiko zu Erfolg war schlecht.“ Soll heißen: In eigentlich aussichtslosen Spielsituationen sei sein Team dennoch zuviel Risiko gegangen, anstatt sich auf die klaren, direkten Punkte zu konzentrieren. „Und wenn das Feld eigentlich schon bereitet war, haben wir eben wieder nicht richtig draufgehauen.“

Das ist insofern ärgerlich für die Kornwestheimer, als dass die Waldenburger Reserve keinesfalls eine Übermannschaft ist, sondern eher auf Erfahrung setzt. „Das sind alles ältere Spieler, die eigentlich das ganz große Risiko scheuen“, beschreibt Sprenger den Gegner – „bis auf einen Angreifer, der wirklich hart und aggressiv spielt“.

Und den hatte die SG Kornwestheim/Freiberg im ersten Durchgang auch recht gut im Griff. Dennoch schafften es die Waldenburger, die Gäste stets zu beschäftigen – und auf der anderen Seite fehlten, wie bereits in vielen Spielen zuvor, die Ideen und die Durchschlagskraft. So ging der erste Satz knapp mit 25:27 aus Kornwestheimer Sicht an die Hausherren.

Die Geschichte der beiden weiteren Durchgänge ist im Großen und Ganzen schnell erzählt: Der SG Kornwestheim/Freiberg fiel nicht mehr wirklich etwas ein, sodass sie Satz 2 mit 17:25 und Satz 3 mit 16:25 abgab. Helge Sprenger ärgert sich nach wie vor: „Von der Veranlagung her hätten wir klar besser sein müssen. Wir sind größer, athletischer und auch besser im Block.“ Aber durch die eigenen Fehler habe man den Gegner stark gemacht.

Die Saison bleibt für das Kornwestheimer Team also weiterhin eine Spielzeit zum Abhaken. Von bislang fünf Partien gegen Kontrahenten, die in der Tabelle auf den Plätzen 1 bis 4 stehen, hat die Mannschaft vier verloren. Die Ausnahme machte ein 3:2-Heimerfolg gegen den Vierten TSF Ditzingen. Und die TSF sind auch der Gegner, an dem man den weiteren Saisonverlauf festmacht. „Die sind in Reichweite“, sagt Helge Sprenger. Und der nächste Spieltag steigt bereits in Ditzingen. „Dort müssen drei Punkte her, ohne wenn und aber“, fordert der Spielertrainer einen 3:0 oder 3:1-Sieg. Damit – und vorausgesetzt, Ditzingen verliert sein zweites Heimspiel an diesem Tag gegen den Zweiten MTV Ludwigsburg 3 – würde die SG die TSF in der Tabelle überholen. Aber auch Platz 4 wäre am Ende für einen steten Aufstiegsaspiranten der vergangenen Jahre eigentlich eine Enttäuschung.

In Ditzingen muss die SG Kornwestheim/Freiberg am Sonntag, 18. Februar, antreten. Spielbeginn in der Sporthalle der Konrad-Kocher-Schule (Gottfried-Keller-Straße 44) ist um 14 Uhr.

Die erste Frauenmannschaft des SV Kornwestheim, einst Landesligist, steht in der Bezirksliga derzeit ebenfalls nicht gut da. Mit vier Siegen liegt die Mannschaft von Coach Carl Schulze (der das Traineramt aus beruflichen Gründen derzeit ruhen lässt, sein Stellvertreter bis Saisonende ist Florian Merkert) momentan auf Abstiegsrelegationsplatz 7 von neun Mannschaften – zu wenig für ein Team, das als Saisonziel „oben mitmischen“ ausgegeben hatte.

Beim Tabellenführer TV Lauffen setzte es am vergangenen Spieltag ohne Außenangreiferin Theresa Zwink und Mittelblockerin Sarah Wägerle eine 0:3-Niederlage. Durchgang 1 endete 17:25, der zweite 14:25 und der dritte 13:25. „Das sieht klarer aus, als es war“, so Merkert, „wir haben eigentlich gut gespielt, nur hat uns im Angriff etwas der Druck gefehlt.“

Am Samstag, 17. Februar, reist der SVK zum weit abgeschlagenen Schlusslicht TSG Heilbronn . Spieltermin in der Sporthalle der Wilhelm-Maybach-Schule (Sichererstraße) ist um 15 Uhr. Mit einem Erfolg könnten die Kornwestheimerinnen den Abstand auf Platz 6, den derzeit die SG Sportschule Waldenburg belegt, zumindest halten. „Wir planen die drei Punkte eigentlich ein“, sagt Merkert.