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Volleyball Gut geschlagen beim souveränen Spitzenreiter

mb/red, vom 01.12.2017 10:18 Uhr
Die SVK-Damen absolvierten einen erfolgreichen Heimspieltag. Foto: Christine Biesinger
Die SVK-Damen absolvierten einen erfolgreichen Heimspieltag. Foto: Christine Biesinger

Kornwestheim - Überraschend kam die deutliche 0:3-Niederlage gegen den SSV Geißelhardt für die Herren 1 des SV Kornwestheim in der Bezirksliga Nord nicht wirklich. Die Geißelhardter sind das überragende Team der Saison und haben in sieben Spielen, die sie allesamt gewonnen haben, noch keinen einzigen Satz abgegeben. So musste auch SVK-Coach Helge Sprenger hinterher neidlos anerkennen: „Geißelhardt war uns klar überlegen. Aber das sind sie wohl allen Mannschaften in der Liga.“ Sprenger wollte aber auch nicht verhehlen, dass er sich insgeheim ein bisschen etwas ausgerechnet hatte. „Ich glaube unser momentaner Tabellenstand entspricht nicht ganz unserem Leistungsstand.“

Und sein Team war auch nah dran, dem Gegner zumindest den ersten Satzverlust in dieser Spielzeit zuzufügen. „Unsere Annahme war zu Beginn gut, trotz guter Aufschläge des Gegner“, lobt der SVK-Coach. „Auch beim Block haben wir gut gearbeitet.“ Bis zum 15:15 war die Partie im ersten Satz ausgeglichen. Dann nahm der SSV eine Auszeit und legte anschließend eine Schippe drauf. Den Gästen gelangen nur noch zwei weitere Punkte, die Geißelhardter spielten sich in einen kleinen Rausch und entschieden den ersten Satz mit 25:17 doch deutlich für sich. Im zweiten Satz lief es dann nicht mehr im Angriff bei den Kornwestheimern, die kaum noch Punkte erzielten. Das Spiel am Netz sei ohnehin gegen die großen und athletischen Spieler des Spitzenreiters schwer gewesen, meinte Helge Sprenger. Sei sein Team im zweiten Durchgang einmal am Block vorbeigekommen, habe der Gegner die Bälle trotzdem abgewehrt, analysierte Sprenger. Mit 25:15 ging der Satz so an die Gastgeber. Der dritte war wiederum eine enge Angelegenheit. Weil der SVK zur Mitte des Durchgangs, den Geißelhardt am Ende mit 25:21 für sich entschied, kleine Schwächen bei der Annahme offenbarte, stand letztlich ein klarer 3:0-Sieg für den Tabellenführer.

Beim SVK kamen alle Spieler zum Einsatz. „Es ist keiner abgefallen, es hat aber auch keiner das Ruder rumgerissen", sagt Sprenger. An der Einstellung habe es letztlich ebenfalls nicht gelegen, resümierte er. „Das Auftreten war in Ordnung, aber wir haben gesehen, dass wir in allen Mannschaftsteilen noch Steigerungsbedarf haben. Daran werden wir im Training arbeiten.“ Bis zum Samstag, 9. Dezember, haben sie dazu Zeit. Dann geht es in der Hannes-Reiber-Halle (14 Uhr) gegen die TSF Ditzingen.

Gegen ersatzgeschwächte Heilbronner siegen die Frauen mit 3:1

Die Damen 1 des SVK haben sich bei ihrem Heimspieltag vier Punkte gesichert. In Pattonville waren die SG Sportschule Waldenburg und die TSG Heilbronn zu Gast. Für die SVKlerinnen ging es darum, endlich die ersten drei Punkte einzufahren, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Lediglich Petra Trinkle und Catharina Jung, die im Urlaub weilten, standen für diese Aufgabe nicht zur Verfügung. Die Kornwestheimerinnen starteten sehr gut in ihre erste Partie und konnten sich früh mit 5:2 absetzen. Waldenburg kam jedoch wieder ran und glich beim Stand von 11:11 aus. Der Rest des Satzes war relativ ausgeglichen. Dank gutem Aufschlagspiel ging er mit 25:21 aber an den SVK. In den zweiten Satz startete die SG Waldenburg besser und konnte sich nach und nach absetzen und den Satz mit 25:20 gewinnen. Im dritten Durchgang sollte die eingewechselte Außenangreiferin Frauke Tabert die Annahme stabilisieren, zudem kam Melanie Gaus für das Zuspiel, um den Block zu stärken. Die Einwechslungen zahlten sich aus, sodass der SVK den dritten Satz mit 25:18 gewann. Im folgenden Satz verpufften die Maßnahmen allerdings, sodass die Wechsel rückgängig gemacht wurden und Theresa Zwink und Lena Merkle wieder auf dem Feld standen. Auch so lief der SVK kontinuierlich einem Rückstand bis zum 25:20-Satzende hinterherlief – es ging in den Tiebreak. Hier lag man schnell mit 1:8 zurück, das Spiel war da schon entschieden. Der fünfte Satz endete mit 6:15 aus Sicht der Gastgeberinnen.

Im zweiten Spiel musste der SVK dann gegen den ersatzgeschwächten Tabellenletzten TSG Heilbronn ran, der mit nur sechs Spielerinnen angereist war. Beim SVK durften vor allem die Akteurinnen ran, die in der Partie zuvor nicht zum Zuge gekommen waren. Als Libera spielte Anna Jung für Judith Kittel, Lea Dobberschütz für Sarah Wägerle im Mittelblock und Özgen Memet für Nathalie Harsch auf der Diagonalangreiferposition. Den ersten Satz gaben die Gastgeberinnen mit 21:25 ab, und auch im zweiten konnte sich keines der beiden Teams eine Vorsprung erspielen. Beim Stand von 25:24 aus Sicht der Heilbronnerinnen nahm Carl Schulze eine Auszeit – mit Erfolg. Zwei gute Aufschläge von Zuspielerin Melanie Gaus brachten den Satzgewinn und den 1:1-Ausgleich. Der SVK stellte sich zunehmend besser auf sein Gegenüber ein, hatte die gegnerischen Angreiferinnen besser im Griff und nutzte gezielt die Annahmeschwächen von Heilbronn aus. Im dritten Satz setzten sich die SVKlerinnen beim Stand von 17:12 ab und brachten den Fünf-Punkte-Vorsprung auch bis zum 25:20 Satzende durch. Langsam machten sich die fehlenden Wechselmöglichkeiten bei den Gästen bemerkbar. Sie wurden müder. Deshalb konnte der SVK Meike Hestermann, die bis dahin alle Sätze durchgespielt und vor allem beim Block und Aufschlag gepunktet hatte, eine Pause gönnen. Die Kornwestheimerinnen ließen auch keine Spannung mehr aufkommen. Die Schwachstellen beim Gegner waren ausfindig gemacht und wurden eiskalt ausgenutzt. Nach nur 19 Minuten im vierten Satz hatte der SVK Matchball und nutzte ihn zum 25:16 Satz- und 3:1-Spielgewinn. Vor allem die stabile Annahme und das generell starke Aufschlagspiel waren die Schlüssel zum Sieg.

Mit dem ersten Dreier und vier Punkten aus den beiden Spielen hat der SVK drei Plätze in der Tabelle gut gemacht und steht jetzt auf Rang 5.