Volleyball Zwei Krimis mit demselben Ende

mb/red, vom 15.12.2017 10:55 Uhr
Die SG Kornwestheim/Freiberg im Angriff. Foto: Peter Mann
Die SG Kornwestheim/Freiberg im Angriff. Foto: Peter Mann

Kornweshteim - „Das wäre nicht nötig gewesen“, sagte Helge Sprenger, Trainer der Volleyball-Herren der SG Kornwestheim/Freiberg, nach dem Doppelspieltag in der Hannes-Reiber-Halle. Seine Mannschaft hatte zwar sowohl das Spiel gegen die TSF Ditzingen als auch das gegen den TSV Flacht gewonnen – beide Partien standen aber auf Messers Schneide. Zwei Krimis, aber mit völlig unterschiedlichen Verläufen.

Im ersten Spiel gegen den Tabellendritten aus Ditzingen sei es ein „schöner Krimi“ gewesen, meinte Sprenger. Schön, weil sein Team schnell mit 0:2 Sätzen ins Hintertreffen geraten war, dann das Spiel aber an sich riss. Das Zusammenspiel bei den Hausherren klappte zunächst überhaupt nicht. Die Zuspiele auf die Außenangreifer gerieten häufig zu flach, beim Abschluss trauten sich die Abnehmer dann oft zu wenig zu. „Wir haben da noch ein bisschen mit angezogener Handbremse agiert“, analysierte Sprenger. Mit 22:25 ging der erste Satz deshalb verloren, auch den zweiten (18:25) gab die SG ab.

Die Wende im Spiel kam dann mit der Einwechslung von Sven Schieber, der im Angriff kaum zu stoppen war und mit hoher Quote abschloss. Auch in der Annahme, bei der sich der Diagonalangreifer normalerweise rausnimmt, brachte sich Schieber gut ein. „Wenn es bei einem so gut läuft, dann tun sich die anderen auch gleich viel leichter“, sagte Sprenger. „Zum Ende hin sind wir dann richtig heiß gelaufen.“ Auch weil Konstantin Kamppmann zum Ende hin am Netz nach Belieben punktete. Nachdem die Sätze drei (25:17) und vier (25:18) schon deutlich an Kornwestheim/Freiberg gegangen waren, ließen sie beim 15:5 im Entscheidungssatz keine Zweifel mehr aufkommen.

Gegen die Reserve des TSV Flacht ergab sich dann ein umgekehrtes Bild: Zunächst dominierten die Kornwestheimer – und bauten dann immer mehr ab. Den ersten Satz gewannen sie noch mit 25:21, im zweiten war es dann schon knapper (26:24). „Flacht hat in der Abwehr viel rausgeholt“, so Sprenger. Der Gegner sei im Angriff aber relativ harmlos gewesen. „Sobald wir aber nachgelassen haben, sind sie zurückgekommen.“ Am Ende ließen bei der SG auch ein wenig die Kräfte nach. „Da müssen wir uns als Trainer auch ein bisschen an die eigene Nase packen“, räumte der Coach ein. „Vielleich hätten wir ein bisschen mehr wechseln sollen.“ Im vierten Satz hatten die Kornwestheimer schon neun Punkte Vorsprung, gaben diesen aber noch aus der Hand und verloren mit – wie auch den dritten – mit 24:26. Im Entscheidungssatz setzte sich das Sprenger-Team dann mit 20:18 durch.

Die letzte Partie in diesem Jahr bestreiten die SG-Herren an diesem Sonntag, 17. Dezember, gegen den MTV Ludwigsburg 3. Im Hinspiel zuhause unterlagen die Kornwestheim mit 0:3. „Da wurden wir abserviert. Das passiert uns diesesmal nicht“, blickt Sprenger optimistisch voraus. Mit einem Sieg würde der Fünfte den Anschluss an die oberen Tabellenregionen der Bezirksliga Nord herstellen. Die Ludwigsburger sind momentan Zweiter und haben drei Punkte Vorsprung.

Stark ersatzgeschwächt mussten die Kornwestheimer Volleyball-Damen zum Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TSV Kleinsachsenheim reisen. Den Start der Partie verschliefen sie vollkommen, sodass der erste Satz zurecht mit 25:11 verloren ging. Im zweiten Satz konnten sich die SVKlerinnen steigern und den Durchgang einigermaßen ausgeglichen gestalten, zogen jedoch mit 25:19 den Kürzeren. Im dritten Satz klappte dann gar nichts mehr, sodass man gerade so die Zehn-Punkte-Marke knackte und mit 25:10 die 3:0-Auswärtsniederlage hinnehmen musste.

„Es hat nicht wirklich viel funktioniert und wir haben in vielen Bereichen noch Potenzial nach oben“, meinte Co-Spielertrainerin Theresa Zwink.

Beim letzten Heimspieltag dieses Kalenderjahres geht für die SVK-Damen die Rückrunde in der Bezirksliga Nord los. Ebenfalls am Sonntag, 17. Dezember, um 14 Uhr empfängt der SVK in der Berufsschulhalle Pattonville im ersten Spiel den TSV Willsbach, welcher mit gleichviel Siegen einen Platz vor den Kornwestheimerinnen liegt. Im zweiten Duell trifft der SVK auf den drittplatzierten TSG Backnang 2.