24. Kornwestheimer Stadtlauf Die Läufer sind zurück

Von Melanie Bürkle
Der Startschuss für den Hauptlauf fiel um Punkt 11.30 Uhr. Für viele Freizeitsportler war der Stadtlauf die erste Veranstaltung seit der Coronapause. Foto: Horst Dömötör

„Voilá“, rief Stadtlauf-Organisator Klaus Schappke und zeigte erfreut gen Himmel. Die Sonne strahlte am Sonntagnachmittag vom Himmel als Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel um 11.30 Uhr den Startschuss für den 24. Kornwestheimer Stadtlauf abfeuerte – und die 186 Starter des Hauptlaufs stürmten daraufhin freudig los.

Für einen Großteil der Freizeitsportler war der Stadtlauf seit der Coronapandemie wieder der erste offizielle Lauf. Bedingt durch das Virus hatte es in den vergangenen 24 Monaten nur wenige Veranstaltungen gegeben, die überhaupt stattfinden konnten. Kein Wunder, dass der 10-Kilometer-Lauf da eine äußerst willkommene Abwechslung im Terminkalender einiger Lauffreunde war.

Mancher wurde langsamer, andere dafür immer schneller

„Es hat mich am Anfang schon etwas Überwindung gekostet“, gestand die Kornwestheimerin Franziska Gruner im Zielbereich. Dennoch zeigte sie sich mehr als froh darüber, teilgenommen zu haben, „auch wenn das Rennen irgendwie relativ lang wurde“. Auch die Lauffreunde Uwe Hefter und Andreas Freier hatten großen Spaß auf der genau 10 298 Meter langen Strecke durch die Stadt. „Es war einfach toll. Endlich mal wieder ein Lauf“, sagten beide vor Freude strahlend. „Durch Corona hat man jetzt wirklich Nachholbedarf“, befand Freier aus dem Remstal und Hefter ergänzte lobend: „Alles war perfekt.“ Diese Ansicht stimmten die insgesamt am Sonntag startenden 325  Sportler durchweg zu.

„Es war schön wie immer“, lobte Michael Holtzmann aus Stuttgart. Er ging bereits zum vierten Mal in Kornwestheim an den Start erzählte mit einem Lächeln im Gesicht: „Die Stimmung war super wie eh und je, auch wenn ich langsamer geworden bin.“ Kein Stück langsamer, sondern immer schneller wurde dagegen der Ludwigsburger Benjamin Mannsdörfer. Nur den ersten Anstieg ließ er sich sozusagen mitziehen, dann machte er sein eigenes Tempo. Und allen die nach ihm folgten war dieses eindeutig zu hoch. Bereits nach wenigen hundert Metern führte er das Feld souverän an und in der zweiten Runde überrundete Mannsdörfer bereits die ersten Mitbewerber.

Der Sieger zu seinem Ergebnis: „Ist schon in Ordnung“

Das Läuferfeld hatte sich in diesem Jahr schnell und vor allem auch weit auseinandergezogen. Die Pause hatte wohl einigen Hobbyläufern zu Schaffen gemacht. Während die einen ganz fokussiert keine einzige Schweißperlen zeigten, hechelten andere angespannt trotz der recht niederen Temperaturen die Bahnhofstraße entlang. Wiederum andere nahmen es so locker und hatten sogar Zeit ins Publikum zu winken. Manch einer verteilte während des Laufes sogar noch Kusshände.

Eines einte sie alle: Sie gaben ihr Bestes! Allen voran eben Benjamin Mannsdörfer. Nach genau 34:55 Minuten überquerte der mit riesigem Vorsprung die Ziellinie. Er selbst kommentierte seine Zeit mit einem simplen: „Ist schon in Ordnung.“

Erst am Freitag hatte er sich spontan dazu entschieden, sich für den Lauf anzumelden und für seine Verhältnisse somit auch keine wirkliche Trainingsvorbereitung. Doch der 24-Jährige bezeichnet sich selbst als ambitionierter Läufer und hatte bereits vor fünf Jahren am Stadtlauf teilgenommen. „Da ich aus Ludwigsburg komme ist das wie ein Heimspiel hier für mich“, meinte der Läufer vom Leichtathletikzentrum (LAZ) Ludwigsburg und freute sich über das Publikum und die gute Atmosphäre.

Organisator strahlt mit den Siegern um die Wette

Fünf Minuten nach ihm durfte diese Stimmung die erste Frau, Alina Würth aus Ingersheim, im Zielbereich erleben. Die Triathletin zeigte sich äußerst erfreut über ihre 40:15 Minuten. „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Lauf“, sagte die 25-Jährige. Sie nahm erstmals am Stadtlauf teil und gab zu, den Anstieg in der Güterbahnhofstraße unterschätzt zu haben. „Der wird doch heftig, wenn man hier mehrmals rauf muss.“ Doch die Zuschauer hätten an dieser Stelle auch besonders gut angefeuert.

Generell haben die mehreren hundert Besucher im Start-Ziel-Bereich und entlang der Strecke mal wieder alles gegeben. Genau so wie die Organisatoren der Skizunft mit ihren rund 80 Helferinnen und Helfern. So lief auch nach der Pause alles reibungslos ab. Und so strahlte Organisator Klaus Schappke mit den Gewinnern, ihren Goldbarren im Wert von knapp über 300 Euro und der Sonne bei der Siegerehrung um die Wette.

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