American Football Über die Defense ins Spiel gekommen

Von Lars Laucke
In Schwenningen zugepackt: die Cougars (Symbolbild) Foto: dpa

Der erwartet unangenehme Gegner waren die Neckar Hammers für Football-Landesligist Kornwestheim Cougars beim Auswärtsspiel in Schwenningen. „Die Hammers haben in ihrer Offense gefühlt mehrere hundert Jahre Erfahrung und ein paar richtig schwere Jungs. Das war uns zwar klar, aber wenn das Spiel dann mal losgeht, muss man sich doch erstmal orientieren“, sagt Cougars-Headcoach Andreas Geibel. Und so lagen die Kornwestheimer nach dem ersten Quarter mit 0:7 hinten, kurz darauf sogar mit 0:10.

Kornwestheim liegt sogar mit 0:10 zurück

Doch dann schaffte es die Gäste-Defense, sich besser auf das Laufspiel der Hammers einzustellen und ließ bis zum Spielende keinen einzigen Punkt mehr zu. Die eigene Offense hingegen drehte die Partie noch im zweiten Quarter, die Cougars gingen mit einer 14:10-Führung in die Halbzeitpause. „Wir haben uns vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Partie sehr konzentriert bis zum Ende durchgespielt. Das ist eine Entwicklung, die viel zu dieser erfolgreichen Saison beigetragen hat“, lobt Geibel sein Team, dass es dann sogar schaffte, aus missglückten Aktionen noch das Maximum herauszuholen. So wollte Jannik Lacic eigentlich per Fieldgoal die Führung ausbauen. Doch der Snap misslang. „Geistesgegenwärtig hat Jannik dann in bester Quarterback-Manier einen Pass auf Eugen Friese gespielt, der dann einen Touchdown erzielte“, berichtet Geibel.

Cougars bringen die Begegnung souverän nach Hause.

Die Kornwestheimer brachten die Begegnung sicher nach Hause und fuhren am Ende mit einem 31:10 den sechsten Sieg im zehnten Saisonspiel ein. Der vierte Tabellenplatz ist den Cougars damit nicht mehr zu nehmen, da man die Neckar Hammers durch den Auswärtssieg jetzt auf fünf Punkte distanziert hat bei nur noch zwei ausstehenden Spielen. Und es könnte sogar noch einen Platz nach vorne gehen, wenn man diese beiden Spiele möglichst hoch gewinnt. Denn dann könnten bei möglicher Punktgleichheit entweder mit den Baden Greifs aus Karlsruhe oder mit den Ludwigsburg Bulldogs (beide Teams spielen noch gegeneinander) die Touchdown-Punkte entscheidend sein.

Jetzt heißt es konzentriert weiterarbeiten

Für Andreas Geibel aber steht im Vordergrund, die beiden letzten Partien genauso konzentriert und erfolgreich zu absolvieren, wie das Spiel am Samstag in Schwenningen. Zwar sind die Cougars sowohl im letzten Heimspiel am kommenden Samstag gegen das noch punktlose Schlusslicht Tauberfranken Wolfpack als auch eine Woche später bei den Heilbronn Miners der Favorit. „Aber wir werden ganz sicher keinen Gegner unterschätzen. Insbesondere Heilbronn ist immer schwer auszurechnen. Und wenn die möglicherweise in die Relegation müssen, dann wird das für die quasi ein Testspiel dafür sein“, warnt der Cougars-Headcoach.

Dass die letzten Saisonspiele schon in die Sommerferien fallen, werde personell sicher den ein oder anderen Ausfall bedingen. „Aber das geht ja allen Teams so. Das war jetzt dadurch bedingt, dass wir jetzt die erste komplette Saison nach Corona haben“, so Geibel, der zuversichtlich ist, dass der Spielplan nächste Saison nicht mehr mit den Sommerferien kollidiert.

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