Basketball Beim Abschied fließen auch ein paar Tränen

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Dritter bei den Südwestdeutschen: Marko Martinovic (am Ball) und die Skizunft Foto: Horst Dömötör

Kornwestheim - Als es vorbei war, floss bei den U18-Basketballern der Skizunft die ein oder andere Träne. Auch für den scheidenden Trainer Micheal Washington waren die letzten Spiele als Trainer auf der Bank der Skizunft „emotional“. Zwar reichte es bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in der Hannes-Reiber-Halle nicht zum maximalen Erfolg, Washington war mit dem dritten Platz seines Teams aber zufrieden. „Nichtsdestotrotz ist das der größte Erfolg, den wir Basketballer in Kornwestheim bisher erreicht haben“, sagte der Coach, der den Verein verlassen wird.

Zu den Südwestdeutschen Meisterschaften waren der TV Langen (Hessen), der MTV Kronberg (Hessen) und der Zweitplatzierte der Baden-Württemberg-Meisterschaften, der SV Möhringen, nach Kornwestheim gereist. Zum Auftakt bekamen es die Gastgeber mit dem Team aus Langen zu tun. Die Skizünftler taten sich mit der Pressverteidigung des Gegners sichtlich schwer, zur Halbzeit lagen sie mit 33:45 in Rückstand. „Wir haben zu lange geschlafen“, analysierte Washington. Zwar hatte seine Mannschaft vor dem Schlussviertel (58:58) wieder ausgeglichen und lag 45 Sekunden vor Schluss mit nur vier Punkten zurück (72:76), am Ende behielt aber der TVL mit 80:74 die Oberhand.

Auch den Start in die zweite Partie gegen Möhringen, die die Kornwestheimer im Finale der baden-württembergischen Titelkämpfe mit 67:64 besiegt hatte, misslang. Mitte des zweiten Viertels lagen die Kornwestheimer mit 21 Punkten zurück (16:37), doch dieses Mal gelang das Comeback. 60:57 hieß es am Ende.

Kronberg sichert sich den Titel

Im abschließenden Spiel gegen Kronberg benötigte die Skizunft einen Sieg mit 13 Punkten Unterschied, um sich an die Spitze zu setzen. Doch die Kronberger waren zu stark und trafen vor allem von der Dreipunktelinie traumhaft sicher. Neun Versuche verwandelten sie allein in der ersten Halbzeit. „Sie haben uns die Dinger nur so um die Ohren geschossen“, so Washington. Am Ende waren 19 Punkte Rückstand vor dem Schlussviertel (49:68) eine zu große Hypothek. „Die Spiele davor haben auch viel Kraft gekostet.“ Die Kronberger gewannen mit 83:73 auch ihre dritte Partie und feierten die Meisterschaft.

Wie es für die U18-Basketballer der Skizunft weiter geht? Viele Spieler haben Angebote, in der kommenden Saison für höherklassige Herrenmannschaften in der ersten und zweiten Regionalliga oder der Oberliga zu spielen. „So weit sind wir im Aktivenbereich in Kornwestheim leider noch nicht“, sagt Washington. Er hofft, dass dennoch der ein oder andere Spieler aus dem Team, mit denen er teilweise die vergangenen vier Jahre zusammengearbeitet hat, dem Verein erhalten bleibt.

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