Basketball Corona-Pandemie verhindert die zweite Chance des Pejkic-Teams

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Kurz vor dem Ziel gestoppt: die U12/1 der Skizunft um Coach Mladen Pejkic. Foto: z

Kornwestheim - Es hatte so vieles nach einer Duplizität der Ereignisse ausgesehen. Die erste U12-Basketballmannschaft der Skizunft führte mit zehn Siegen aus zehn Spielen souverän die Tabelle der Bezirksligastaffel 2 an. Zwei Erfolge hätten zur perfekten Spielzeit noch gefehlt. So wie vor vier Jahren, als das Team von Coach Mladen Pejkic – natürlich altersbedingt in komplett anderer Besetzung – ungeschlagen ins Final-Four Turnier gegen die Vertreter der anderen Bezirksligastaffel einzog. Dort war im Endspiel gegen die Zweitvertretung der BSG Ludwigsburg jedoch Feierabend, nach einem Halbfinalsieg gegen Bietigheim.

Auch in desem Jahr standen die Zeichen auf diese Finalpaarung. „Im Halbfinale hätten wir wahrscheinlich gegen Möhringen gespielt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir dieses Spiel gewonnen hätten“, ist Pejkic, Coach und stellvertretender Abteilungsleiter in Personalunion, überzeugt. Dass es die Barockstädter ins Endspiel geschafft hätten, steht für ihn außer Frage. Doch dann kamen die Corona-Pandemie, der Shutdown und der Abbruch der Saison im Jugendbereich – die Gelegenheit, es noch mal ins Finale zu schaffen und es vielleicht sogar besser zu machen als damals, war passé.

„Es ist sehr schade, dass wir die Runde nicht zuende spielen konnten“, bedauert Pejkic, „die Mannschaft war super heiß.“ Neben zehn Jungen tummeln sich im Team der Skizunftmannschaft zwei Mädchen. Eine der beiden, Dilara Aynacioglu, tritt mit einem Zweitspielrecht bereits für die erste Mannschaft der BSG Ludwigsburg an, die in der Landesliga spielt. „Da gehört sie schon zu den Leistungsträgerinnen“, berichtet Pejkic stolz. Insgesamt setzt sich das Team zu gleichen Teilen aus den Jahrgängen 2008 und 2009 zusammen. „Es ist eine gesunde Mischung“, so der Coach, „und wir waren sogar breiter aufgestellt als noch vor vier Jahren.“

Er sei „megastolz“ auf seine Spielerinnen und Spieler, denen er nicht nur die spielerischen Fertigkeiten mit auf den Weg geben will. „Es zählt nicht nur das Können am Ball, sondern auch das Menschliche“, betont Pejkic. Dazu gehört seiner Ansicht nach auch der Respekt vor den Älteren. „Bei uns rennen die Kinder im Training nicht sofort zu einem Ball, sondern sie kommen erst zu den Trainern und geben uns die Hand.“ Außerdem legt Pejkic viel Wert auf den „One-Team“-Gedanken. „Wenn sich die Spieler ein paar Jahre später wieder treffen, sollen sie immer noch Freunde sein. Sie sollen ganz einfach den respektvollen Umgang miteinander mitnehmen.“

Generell schätzt Mladen Pejkic die Qualität der Nachwuchsarbeit seines Vereins hoch ein: „Es wird immer besser, zur nächsten Saison melden wir voraussichtlich 15 Jugendmannschaften zum Spielbetrieb an.“ Man müsse jetzt nur noch sehen, ob sich auch genügend Trainer dafür fänden.

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