Dukeland-Festival in Ludwigsburg Unmut wegen langer Schlangen – Veranstalter entschuldigen sich

Von Michael Bosch
Das Dukeland-Festival war gut besucht, was die Veranstalter vor organisatorische Probleme gestellt hat. Foto: Simon Granville

Rund 8500 Besucher sind am Wochenende zum Dukeland-Festival auf dem Monrepos-Gelände bei Ludwigsburg geströmt – und haben die Veranstalter mit ihren Kräften gehörig ins Schwitzen gebracht. In den sozialen Medien hagelte es jede Menge Kritik wegen langer Schlangen vor den Verpflegungsständen und den Toiletten.

Das Problem war weniger die Größe des Geländes – etwa 21 000 Quadratmeter waren an der abgewandten Seite des Sees hinter dem Schlösschen abgesperrt –, sondern die Verpflegung. „Wir haben nicht mehr Personal für die Stände herbekommen“, sagte Sasa Mijailovic. Da gehe es einem Festivalbetrieb nicht anders als der Gastronomie derzeit.

Am Nachmittag hatten sich vor den Toiletten und vor allem den Getränkeständen lange Schlangen gebildet. Die Organisatoren nehmen sich die Kritik zu Herzen, Marius Lehnert sieht „durchaus Verbesserungspotenzial“. Lange Schlangen vor den WCs, lange Wartezeiten für Bier und Wasser: Dieses Problem hat das Dukeland-Festival allerdings nicht solitär, sondern teilt es sich mit anderen Open-Air-Festivals.

Zur im Netz geäußerten Kritik heißt es in einem Posting auf Instagram: „Ja. ihr habt Recht. Das ist alles richtig, es lief vieles nicht so, wie es sein sollte.“ Die Wartezeiten stünden in „keinerlei Relation zu unserem eigenen Anspruch“, dass das Festival zum ersten Mal stattgefunden habe, sei kein Grund. Marius Lehnert betonte am Tag nach dem Festival aber auch, dass es im Internet einfach sei, Kritik zu äußern. „Und in Social Media schreien die Unzufriedenen eben immer am lautesten.“

Dass nicht jeder Besucher Grund zum Nörgeln, sondern viele auch einfach eine gute Zeit hatten, zeigen unzählige Postings auf Instagram mit glücklichen Festival-Besuchern.

Einigen Tanzwütigen wurde die Hitze am Samstagnachmittag dann auch zum Verhängnis. Die Polizei berichtet von „einigen Rettungseinsätzen“. Dazu hätten teils Alkohol und Drogen ihren Teil beigetragen, so ein Sprecher. Ansonsten sei die Veranstaltung „friedlich“ verlaufen. Einige Besucher müssen mit Anzeigen oder Bußgeldverfahren rechnen, weil sie mit Betäubungsmitteln erwischt wurden. „Aber damit war zu rechnen“, sagte der Polizeisprecher tags darauf. Bei der großen Zahl an Besuchern erst recht.

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