Fußball Abgang trifft das Becker-Team hart

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Martini Lombaya (links): beim SVK plötzlich eine Alternative für links hinten. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Sascha Beckers Fazit ist vernichtend. „Wenn du solche Fehler machst, kannst du auch gleich Boccia spielen gehen“, grollt der SVK-Trainer noch immer über die 1:5-Heimniederlage seines Landesligisten gegen den SV Breuningsweiler – die er selbst überhaupt nicht live ertragen musste. Becker weilte noch im Urlaub, ihn vertraten sein spielender Co-Trainer Dominik Janzer sowie Ex-Assistenzcoach Patrick Müller. Doch die Videoaufnahmen von der Partie reichten dem Übungsleiter. „Jeder hat versagt, aber ich hoffe, dass wir jetzt in diesem einen Spiel alle individuellen Fehler abgearbeitet haben“, so Becker.

Nun steht an diesem Sonntag um 15 Uhr die Auswärtspartie beim TV Pflugfelden an. Der steht nach drei Spieltagen ebenso wie das Becker-Team mit einem Punkt im Tabellenkeller. „Gegen den TV haben wir immer gute Leistungen gezeigt“, blickt Becker zurück. Allerdings waren die Ergebnisse in der vorvergangenen (Abstiegs-)Saison nicht die erwünschten. Im Hinspiel zuhause hatte sich der SVK nach dreimaliger Führung und nach dem zwischenzeitlichen 4:2 noch mit einem 4:4-Remis zufriedengeben müssen. Im Rückspiel auswärts war die Becker-Elf eigentlich überlegen, ging im Kampf gegen den Abstieg in der Schlussviertelstunde jedoch volles Risiko. Die Folge: zwei Konter zur 0:3-Niederlage.

Becker weiß, dass die Offensivabteilung des TV nicht zu unterschätzen ist. Niko Scimenes, Spezialjoker Dimitris Karagiannidis sowie Rui Carvalho werden die Kornwestheimer Hintermannschaft am Sonntag auf Trab halten. „Da gibt’s große Klasse vorne drin“, bringt es Becker auf den Punkt. Allerdings vermutet er bei den Pflugfeldern nach dem missratenen Saisonstart auch eine gewisse Verunsicherung – wie übrigens auch bei seinem Team.

In dem wird es einige Veränderungen geben. Eine davon trifft den SVK ganz besonders hart: Außenverteidiger Zdenek Polizoakis hat kurzfristig eine Zulassung zum Medizinstudium in der Slowakei bekommen und ist somit Geschichte bei den Kornwestheimern. Becker: „Das schwächt uns auf jeden Fall, denn er war ein absoluter Ausnahmespieler.“ Wer für Polizoakis letztendlich auf die Position links hinten rückt, steht noch nicht abschließend fest. Alternativen gibt es jedoch genug im SVK-Kader: Timo Stahl, Philipp Böhl, Dustin Bölzle, Kai Fischer oder sogar Kaan Demir und Martini Lombaya – sie alle haben während ihrer bisherigen Laufbahn schon als Linksverteidiger agiert.

Nicht mit dabei sind Innenverteidiger Mike Wolf und Kapitän Marco Reichert. Sie weilen beide im Urlaub. „Es werden auf jeden Fall drei bis fünf neue Spieler in der Startelf stehen“, kündigt Becker an, „je nachdem, wer sich im Training aufdrängt.“ Als sicher darf gelten, dass Mittelfeldmann Stefano Nicolazzo nach überstandenen Knieproblemen wieder ins erste Glied rückt.

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