Fußball Becker fordert Grundtugenden

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Bricht er den Bann? SVK-Stürmer und -Co-Trainer Dominik Janzer (vorne) will in Satteldorf die ersten Punkte holen. Foto: Archiv/Mateja fotografie

Kornwestheim - Nach dem völlig missratenen Saisonstart mit null Punkten aus vier Spielen haben die Landesligafußballer des SV Kornwestheim erst einmal Pause machen dürfen. „Das spielfreie Wochenende haben wir genutzt, um uns zu sammeln und unsere Wunden zu lecken“, sagt Trainer Sascha Becker. Auch einige angeschlagene Akteure hätten in dieser Zeit ihre Wehwehchen auskuriert. „Speziell in der Offensive kamen wir ja auf der letzten Rille daher“, so Becker. Nun nimmt sein Team scheinbar gestärkt einen neuen Anlauf. An diesem Mittwochabend um 19.30 Uhr tritt der SVK als Schlusslicht bei der Spvgg Satteldorf an, die als Tabellen-15. ihre eigenen Ansprüche derzeit ebenfalls meilenweit verfehlt.

Spvgg Satteldorf? War da nicht was? Exakt, das Team aus dem äußersten Nordosten Baden-Württembergs schenkte der Becker-Elf vor eineinhalb Monaten im Verbandspokal sechs Buden ein, mit 1:6 musste der SVK in Runde 1 die Segel streichen – ebenfalls auswärts. „Das ist jetzt aber ein vollkommen anderes Spiel, im Pokal waren wir ein bunt zusammengewürfelter Haufen“, so Becker.

Alles auf Null also? Es scheint so, denn auch in Sachen Einstellung setzt der SVK-Übungsleiter auf die viel zitierten fußballerischen Grundtugenden und nicht auf irgendwelche Taktikschnörkel. „Rennen, rennen, rennen, kämpfen, laufen, immer weiterarbeiten“, fordert Becker unmissverständlich, „wir müssen hart und konsequent in den Zweikämpfen sein, Laufbereitschaft zeigen und den inneren Schweinehund einfach überwinden.“ Wenn sein Team seine Offensivqualität auf den Platz bringen wolle, brauche es schließlich Ballgewinne. Und außerdem: „Bei Satteldorf ist momentan auch Sand im Getriebe, und der soll da auch drin bleiben.“

Die Spvgg sieht er als ordentlich organisierte Mannschaft, die aber ohne ihre einstigen Topleute Michael Etzel und Michael Eberlein auskommen muss – das Duo trägt seit dieser Saison das Trikot des Oberligisten TSV Ilshofen. Geblieben ist jedoch Martin Kreiselmeyer, mit drei Treffern bisheriger Satteldorfer Topscorer. „Ich sehe beim Gegner keine große Kreativität, sie haben auch gegen uns drei Tore nach Standardsituationen gemacht“, fügt Becker hinzu, „aber sie arbeiten diszipliniert“ – und das wiederum will er nun auch von seinen Mannen sehen.

Der SVK kann wieder auf die Offensiven Pirmin Löffler und Nico Schürmann zurückgreifen, auch Berkan Yürükoglu und Elias Tweneboa sind Alternativen im Angriff. Die beiden Letzteren haben zuletzt bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt. Nicht mit dabei sind Tim Waida (erneut Zehenbeschwerden), die Verletzten Gianluca Calaciura, Timo Stahl und Kai Fischer sowie Max Haut, der im Kurzurlaub weilt.

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