Fußball Dalakakis tanzt nun in der SVK-Abwehr

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Frische Beine für den SV Kornwestheim Foto: z/pixabay

Kornwestheim - Der Fußball-Landesligist SV Kornwestheim hat sich auf der Außenverteidigerposition verstärkt. Der 18-jährige Phaidon Dalakakis stößt zum Team von Trainer Sascha Becker. Das Erste, was dem Coach zum neuen Mann einfällt, ist: „Er kann wohl tanzen.“

Dabei bezieht Becker sich auf ein Youtube-Video, das den Rechtsfuß bei einem Tor für seinen bisherigen Verein FV Löchgau zeigt. In der A-Junioren-Oberliga traf Dalakakis gegen den FV Lörrach-Brombach souverän – und legte dann eine flotte Sohle auf den Kunstrasen.

Aber, soviel sei gesagt, der SVK nimmt keinen Spieler unter Vertrag, nur weil er elegant die Hüften schwingen kann. „Er passt in unser Profil“, sagt Sascha Becker, „er ist ein junger, ehrgeiziger und gut ausgebildeter Spieler.“ Das zeigte Dalakakis auch in einem weiteren Internet-Filmchen, in dem er sich von den gegnerischen Abwehrspielern davonstiehlt und anschließend ebenfalls trifft.

Einsatzchancen stehen nicht schlecht

Da der SVK auf der defensiven Außenbahn ohnehin Handlungsbedarf hatte, scheint es mit Dalakakis zu passen. Nach dem plötzlichen Abgang von Zdenek Polizoakis vor der Saison war dort eine stetige Kornwestheimer Baustelle entstanden. Gianluca Calaciura plagt sich nach wie vor mit einer Verletzung, Philipp Böhl wird ab und zu am Wochenende arbeiten müssen. Kaan Demir geht vielleicht ins Ausland. Kai Fischer, der auch als Außenverteidiger agieren kann, wird im September am Sprunggelenk operiert, für ihn ist die kommende Saison ohnehin gelaufen. Und Justin Bölzle hat den SVK in Richtung FSV Oßweil verlassen. Daher sieht Becker die Einsatzchancen für den jungen Neuzugang alles andere als schlecht. „Er hat eine gute Gelegenheit, sich zu etablieren.“

Becker bekam den Namen von einem Kontakt beim VfR Aalen zugesteckt. Dann recherchierte der SVK-Coach und lud Dalakakis schließlich in der vorvergangenen Woche ins Training ein. Dort gefiel es Dalakakis, der auch schon bei anderen Teams vorbeigeschaut hatte, in einer Gruppe mit Kapitän Marco Reichert und Torjäger Dominik Janzer offenbar gut. Zuvor hatte es bereits Kontakte zu Vereinen aus der Verbandsliga gegeben, nach einigen weiteren Telefonaten mit Coach Becker wurde es am Ende aber der SVK.

„Die Mannschaft war von Anfang an sehr sympathisch“

Der neue Mann, halb Grieche, halb Türke, sagt: „Die Mannschaft war von Anfang an sehr sympathisch, ich war sofort willkommen.“ Ein weiteres Plus sei ehrlicherweise auch der Anfahrtsweg von seinem Wohnort Stuttgart gewesen. Nun hoffe er, sich weiter zu entwickeln – am besten als Stammspieler. „Und das Ziel mit dem Team ist dann der Klassenverbleib beziehungsweise eine stabile Saison.“ Becker selbst war von dem Internet-Video übrigens eher wenig angetan. „So sind auch noch andere Vereine auf ihn aufmerksam geworden“, berichtet der Coach, der Dalakakis eine offene und ehrliche Chance bieten will.

Und die Tanz-Moves? „Alles jahrelange Erfahrung“, scherzt Dalakakis, um nachzuschieben: „Spaß beiseite, man hat natürlich neben dem Fußball auch noch andere Aktivitäten.“

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