Fußball Der SVK will die Teams von weiter oben ärgern

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Da geht’s lang! Julian Carrasco hat eine klare Vision, wie es beim SVK weitergehen soll. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Die Fußball-Frauen des SV Kornwestheim stecken derzeit mitten in der Vorbereitung. Am 31. März ist die Winterpause vorbei, dann steht in der Bezirksliga das Heimspiel gegen den KSV Hoheneck an. Und die Rückrunde, sie möge aus Sicht des Trainergespanns Christine Woiski/Julian Carrasco doch besser werden als die Hinserie, die der SVK auf dem vorletzten Tabellenplatz 8 beendet hat.

Die Aussichten hierzu sind gut. Mit Karoline Mundt, Alexandra Schütt, Lena Banner, Selen Sag, Enise Akin und Alina Tetik sind die sechs neuen Spielerinnen vom SC Stammheim endlich einsatzberechtigt. Sie hatten sich schon vor der Spielzeit dem SVK angeschlossen. Neu ist außerdem Rückkehrerin Svenja Heinicke im rechten Mittelfeld. Die B-Juniorinnen Laura Seidel und Paula Schöninger ergänzen das Team zusätzlich. Abgänge gab es außer Sandra Strauch, die bis Saisonende im Ausland weilt, keinen. Nur Carolin Überall fehlt nach ihrem Kreuzbandriss weiter.

„Die Personallage ist gut, wir haben 22 Spielerinnen im Kader“, informiert Julian Carrasco, „und so etwas wie in der vergangenen Saison wird sich auf keinen Fall wiederholen.“ Damals standen dem SVK in der Rückrunde zu wenige Akteurinnen zur Verfügung, sodass man eine Flex-Mannschaft anmelden musste, die mit weniger Personal antreten kann – und die Gegner dies dann ebenfalls müssen.

Mit der Vorbereitung ist das Übungsleiter-Duo bislang zufrieden. „Die Hinrunde war sportlich gesehen nicht sonderlich erfreulich“, betont Christine Woiski, „aber jetzt können wir uns gut einstellen – auch dank der vielen Testspiele.“ Sechs Partien werden es am Ende gewesen sein, sollte keine davon abgesagt werden. Als Nächstes steht am Sonntag, 10. März, die Begegnung beim Regionenligisten MTV Stuttgart auf dem Plan. „Momentan sind wir gut drin, das Zusammenspiel passt viel besser, das ist ganz anders als vorher“, ergänzt Julian Carrasco. Die Mannschaft spiele viel ruhiger und flüssiger als zuvor. „Diese Disziplin ist das Wichtigste“, sagt er.

Dass die Vorbereitungspartie beim TSV Weilimdorf aus der Bezirksliga Rems/Murr-Stuttgart zuletzt mit 3:4 knapp verloren ging, bewertet man beim SVK nicht zu hoch. Nachvollziehbar, trat das Team doch mit lediglich elf Spielerinnen an. Der Rest war urlaubsbedingt oder privat verhindert – oder krank.

So waren Julian Carrasco und Christine Woiski, die selbst nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreifen möchte, zum Experimentieren gezwungen. „Bei uns haben mit Anna Schöninger und Daisy Bolkart zwei Spielerinnen in der Innenverteidigung ausgeholfen, die das noch nie gemacht haben“, berichtet die Trainerin. Das Duo habe seinen Job aber gut erledigt. Die Treffer für die Kornwestheimer Mannschaft, die in der ersten Hälfte gegen aggressiv spielende Weilimdorferinnen etwas zu zaghaft agierte, erzielte allesamt Sarina Pletschacher (1:0, 16.; 2:2, 49.; 3:3, 79.). In der 88. Minute kassierte der SVK jedoch noch das 3:4 durch Annika Windmüller.

Ergebnisse interessieren Julian Carrasco derweil kaum. Viel wichtiger ist in seinen Augen, das sein Team „in der Rückrunde die eine oder andere Mannschaft von weiter oben ärgern kann“. Dafür sind allerdings noch einige Justierungen notwendig. „In der Defensive haben wir wirklich gute Ansätze“, lobt Christine Woiski, „aber wir müssen unser Angriffsspiel verbessern.“ Gelingt das, kann der SVK sein Punktekonto von derzeit vier Zählerchen auch deutlich aufstocken.

In der kommenden Spielzeit soll dann ohnehin alles besser werden. Während Christine Woiski „von Anfang an gut mitspielen“ möchte, peilt ihr Kollege Carrasco etwas optimistischer „Platz 2 oder 3“ an.

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