Fußball Heimsieg gegen Sindringen

Von Marius Venturini
Zug zum Tor: Pirmin Löffler (links) und der SVK holen sich gegen Sindringen/Ernsbach den Heimsieg. Foto:  

Kornwestheim - Die Landesliga-Fußballer des SV Kornwestheim haben nach zuletzt zwei Pleiten wieder in die Spur gefunden. Im Heimspiel gegen die SG Sindringen/Ernsbach gab es einen 3:0 (0:0)-Erfolg. Das Ergebnis war das Resultat dreier ganz verschiedener Ansätze, mit denen der SVK bei den Toren jeweils zu Werke ging.

Beispiel 1: Willenskraft

Nachdem in der ersten Hälfte trotz Gelegenheiten noch keine Treffer zu verbuchen waren, änderte sich das in Halbzeit 2 mit dem 1:0 von Dominik Janzer. Im Sindringer Strafraum ging es hin und her, bis Kornwestheims Pirmin Löffler einfach mal abzog. Der Ball prallte von SG-Keeper Tobias Kropf zurück und vor die Füße von Janzer, der ihn mit dem schwächeren rechten Fuß schließlich über die Linie bugsierte. Die Zuschauer merkten: Der SVK zeigte Willen und legte sich ins Zeug.

Beispiel 2: Eleganz

Tor Nummer 2 in der 83. Minute fiel fast schon unter die Rubrik „Tiki Taka“. Zentral vor dem Tor lief der Ball per Direktpass von Janzer über Löffler bis zu Kapitän Marco Reichert, der klug zum 2:0 einschob. Das war schön anzusehen – und brachte die Vorentscheidung.

Beispiel 3: Zielstrebigkeit

Und in der 88. Minute setzte der SVK noch einen drauf. Bei einem Konter trieb Stefano Nicolazzo den Ball nach vorne und spielte im perfekten Moment in die Gasse, wo sich Dominik Janzer das Leder schnappte, Keeper Kropf überlief und lässig zum 3:0-Endstand einschoss.

Und ansonsten?

Ansonsten war die erste Hälfte torarm, aber nicht unbedingt schlecht. Chancen gab’s auf beiden Seiten, hervorzuheben waren zwei Freistöße von Dominik Janzer, von denen einer am Pfosten (22.) und einer an Kropfs Handschuh (41.) landete. Zuvor hatte Louis Wolf im Kornwestheimer Gehäuse in höchster Not gegen Emre Ipek parieren müssen. In Hälfte 2 bettelte der SVK nach dem Führungstreffer förmlich um den Ausgleich, Gefahr kam abermals in Person von Ipek auf – einmal musste Louis Wolf parieren (70.), einmal rettete der Pfosten (76.). Bei einem Freistoß von Thilo Baier lenkte ein Kornwestheimer Abwehrbein den Ball am Kasten vorbei ins Toraus (77.). „Vor allem nach dem 1:0 haben wir uns schwer getan“, konstatierte auch SVK-Coach Sascha Becker nach Abpfiff. Sein Team steht nach dem Erfolg auf Relegationsrang 13, Sindringen ist Vorletzter.

SVK: L. Wolf – Schaffert, M. Wolf, Plitzner, Waida, Böhl – S. Nicoazzo, Sunda (62. Koros), Reichert (90. Akbari) – Janzer (89. Albrecht), Löffler (90. Shanmugarajah)

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