Fußball Hin und her im Kornwestheimer Mittelfeld

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Geht nach nur einer kurzen Saison wieder: Abdnour Chettibi Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Am Anfang ging alles ganz schnell. Nur Minuten, nachdem Mittelfeldspieler Abdnour Chettibi seine Unterschrift unter den Vertrag beim Fußball-Landesligisten SV Kornwestheim gesetzt hatte, durfte er sich schon das Trikot überziehen und mit dem Team fürs Mannschaftsfoto posieren. Das war im Sommer 2020, Chettibi kam von der U19 des VfR Aalen. Der junge Mann sollte im recht dünn besetzten zentralen Mittelfeld eine Alternative sein. Doch nun trennen sich die Wege nach nur einer – aufgrund der Corona-Pandemie vor Kurzem annullierten – Saison schon wieder.

Abdnour Chettibi, der am 3. Mai seinen 20. Geburtstag feiert, wechselt zum Verbandsligisten TSV Heimerdingen. „Er ist ein guter Spieler, der probiert, so hoch wie möglich zu kommen“, kommentiert SVK-Coach Sascha Becker den Weggang, „und das Potenzial hat er.“ Der Youngster war in der vorzeitig beendeten Landesligaspielzeit auf neun Einsätze und ein Tor gekommen.

Abdnour Chettibi geht zum TSV Heimerdingen

Und noch ein weiterer Abgang sorgt dafür, dass es im Kornwestheimer Mittelfeld zwischenzeitlich etwas luftig wird: Luka Milenkovic steht dem SVK ebenfalls nicht mehr zur Verfügung – was vereinsintern offenbar bereits seit Winter bekannt war. „Das kam damals aber eher überraschend“, so Becker. Wie Abdnour Chettibi war auch Milenkovic erst im Sommer 2020 an die Jägerstraße gewechselt. Der Neuzugang vom Verbandsligisten TSG Backnang war im zentralen Mittelfeld zu finden, nachdem er zunächst als Außenverteidiger zum Einsatz gekommen war, dabei aber noch nicht richtig glänzen konnte. Becker hatte große Stücke auf den 21-Jährigen gehalten, dessen nächste Station noch unbekannt ist.

Nach dem Weggang von zwei Mittelfeldakteuren ist der jüngste Transfer für den SV Kornwestheim umso wichtiger. Quasi im Tausch für Chettibi kommt vom TSV Heimerdingen Hendrik Koros. Ausgebildet beim SGV Freiberg, kam der 19-Jä­hrige in der Verbandsliga jedoch zu keinen nennenswerten Einsätzen – was in Teilen auch an einer Sprunggelenkverletzung lag, mit der er sich vor der Saison herumplagte. „Wir haben ihm bei uns jetzt eine Perspektive aufgezeigt“, so Becker. Koros könne auf der 10 oder der 8 zum Einsatz kommen. „Er ist ein bodenständiger Typ, der sogar mal in Kornwestheim gewohnt hat“, weiß der Übungsleiter. Und noch wichtiger: „Er ist nicht auf der Durchreise.“

Neuzugang kann mehrere Positionen besetzen

Doch natürlich müsse sich auch der junge Neuzugang in der kommenden Landesliga-Runde zunächst beweisen. Und eine selbst gesteckte Perspektive hat auch Hendrik Koros. „Ich habe schon vor, irgendwann mal höher zu spielen, wenn es passt“, antwortet er auf die entsprechende Nachfrage unserer Zeitung. Zunächst sei sein großes Ziel aber, wieder topfit zu werden und gute Leistungen zu bringen. Eigentlich hatte der Rechtsfuß gar nicht vorgehabt, den TSV Heimerdingen partout zu verlassen. „Aber als sich Sascha Becker gemeldet hat, habe ich eine gute Chance gesehen“, sagt der junge Mann, dessen Laufbahn nahe Ulm beim SV Lonsee begonnen hat und die ihn bisher unter anderem zum SSV Ulm, zum SC Geislingen und zum TSV Neu-Ulm geführt hat.

Beim SV Kornwestheim soll er nun dabei mithelfen, in der kommenden Saison besser abzuschneiden als in den beiden abgebrochenen Spielzeiten zuvor. Zwar gab es beide Male keine Absteiger, in der aktuellen Runde hätte es den SVK als 17. von 19 Teams aber erwischt.

 
 

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