Fußball Paukenschlag beim SVP: Eschenbach muss gehen

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Coach Andreas Eschenbach (links) und Co-Trainer Holger Lung (Zweiter von links) stehen beim SVP nicht mehr in der Verantwortung. Foto:  

Kornwestheim - Andreas Eschenbach ist nicht mehr Trainer beim Noch-Bezirksligisten SV Pattonville. Am Samstagabend hat die Vereinsspitze den Coach von seinen Aufgaben entbunden. Nur 24 Stunden zuvor hatte der SVP durch einen 4:3-Heimsieg gegen Croatia Bietigheim den Relegationsplatz gesichert. Das war – auch mit Blick auf die vergebenen Chancen auf den direkten Klassenverbleib – aber nicht mehr genug.

Im ersten Spiel der Relegationsrunde am kommenden Samstag übernimmt bei den Pattonvillern ein Trio: Der Sportliche Leiter Francis Pola hat die Verantwortung. Ihm stehen mit Sven Schöneck der bisherige Coach der A-Jugend und mit Yannick Bächler eine Hälfte des SVP 2-Trainergespanns zur Seite. Ursprünglich war wohl geplant, dass Eschenbachs bisheriger Assistenzcoach Holger Lung mit einspringt. Auch er war am Samstagabend anwesend, als Vereinspräsident Michael Uhse seine Entscheidung kundtat. Lung nahm daraufhin ebenfalls umgehend seinen Hut.

„Wir haben uns im Guten getrennt, das ist mir wichtig“, kommentiert Michael Uhse, der inzwischen im Urlaub weilt. „Wir, und damit meine ich auch Co-Trainer Holger Lung, haben in den letzten fünf Jahren sehr gut zusammengearbeitet.“ Letztlich habe ihn sein „persönlicher Eindruck in den Gesprächen mit dem Trainer in den vergangenen Tagen“ zu dem Entschluss bewogen, die Relegation nicht mehr mit Eschenbach anzugehen.

Der geschasste Übungsleiter trägt seine Demission mit Fassung. „Wir waren bisher erfolgsverwöhnt“, sagt Eschenbach, „und jetzt wurden eben die typischen Mechanismen ausgelöst.“ Als er zu jenem am Ende schicksalhaften Gespräch gebeten wurde, war dem Coach schon klar, was da kommen könnte. „Ich kenne die Szenarien, ich bin nun schon seit 36 Jahren nonstop im Fußball unterwegs“, betont der 46-Jährige. So habe ihn auch der Zeitpunkt kurz vor den entscheidenden Relegationsspielen nicht sonderlich überrascht. „Schade ist es aber trotzdem, ich hätte den Klassenverbleib gerne selber noch perfekt gemacht.“

Am Ende hat wohl die 1:2-Niederlage vor eineinhalb Wochen gegen Absteiger FC Marbach das Pendel vollends zu Eschenbachs Ungunsten ausschlagen lassen. „Das und die Partie gegen Bietigheim am Freitag waren die Schlüsselspiele, und wir hatten uns mindestens vier Punkte vorgenommen. Das haben wir nicht geschafft“, fasst er zusammen.

Gemeinsam mit Holger Lung werde er sich sicher demnächst einer neuen Herausforderung stellen. „Sehen wir mal, was kommt“, so Eschenbach.

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