Fußball Sascha Beckers ungute Erinnerungen

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Einer der Leistungsträger beim SVK: Zdenek Polizoakis Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Eine Revanche im klassischen Sinne erwartet Sascha Becker nicht. „Das 0:5 aus der Hinrunde hat aber sicher der ein oder andere noch im Hinterkopf“, sagt der Coach des SV Kornwestheim, „falls nicht, werden wir noch mal dran erinnern.“ Sein Bezirksligaspitzenreiter empfängt an diesem Sonntag um 15 Uhr den Tabellendritten SV Leonberg/Eltingen. Im Hinspiel hatte der SVK eine von bislang lediglich zwei Saisonniederlagen kassiert – die allerdings fiel deftig aus.

Es besser zu machen als Ende September 2018 dürfte dem Becker-Team nicht schwerfallen. Zu Beginn vergab Kornwestheim damals zwei Großchancen, die ersten beiden Gegentore resultierten aus klaren individuellen Fehlern. Hinzu kam eine zweifelhafte Rote Karte für Stefano Nicolazzo, auf der Bank hatte der SVK nur zwei Auswechselspieler. Kurzum: Es lief einfach alles schief.

Die Eltinger haben in der Rückrunde noch nicht verloren (fünf Siege, drei Unentschieden). „Diese Serie wollen wir natürlich brechen“, sagt Becker, der über den Kontrahenten weiß: „Ein guter Gegner, der viel mit langen Bällen auf seinen stämmigen Stürmer Patrik Hofmann agiert.“ Auch bei Standardsituationen sei der Kontrahent nicht zu unterschätzen.

Der SVK empfängt seinen Gegner erstmals in diesem Jahr auf dem großen Stadionrasen. „Der ist zwar noch nicht ganz so super, aber die Statistik dort spricht klar für uns“, betont Becker, der sich mehr Platz für seine Außenspieler erhofft. Von denen hat jüngst in Person von Pirmin Löffler ein weiterer seinen Kontrakt bei den Kornwestheimern verlängert. Auch Timo Plitzner, Nico Schürmann, Mike Wolf und Timo Stahl haben dieser Tage ihren Verbleib zugesichert.

Am Sonntag nicht dabei sind lediglich Lars Greinert und Nico Schürmann (beide im Ausland). Stefano Nicolazzos Einsatz (im Training umgeknickt) ist fraglich.

Coach Andreas Eschenbach weiß nicht genau, was er von der anstehenden Bezirksligabegegnung seines SV Pattonville (13.) am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Schwieberdingen (6.) halten soll. „Vielleicht konzentriert sich der Gegner ja eher auf den Pokal als auf die Liga“, mutmaßt er. Schwieberdingen bestreitet am Mittwoch das Viertelfinale gegen den SVK. „Wenn sie noch etwas gewinnen wollen, ist das wohl eher der Wettbewerb“, so Eschenbach.

Doch wie auch immer die Gastgeber in die Partie gehen: Der nach wie vor abstiegsbedrohte SVP hat zuletzt bewiesen, dass er es kann. Es gab einen 8:2-Heimsieg gegen den SV Riet. „Was wir in den vergangenen beiden Spielen geleistet haben, stimmt mich optimistisch“, macht Eschenbach seine Einstellung deutlich. Schwieberdingen ist für ihn „ein Gegner, der viel Erfahrung besitzt, aber vielleicht nicht die allergrößte Spielstärke hat“.

Beim SV Pattonville sind alle Mann fit, am Donnerstag begrüßte der Übungsleiter 22 Mann im Training. „Wir werden mit einem großen Kader anreisen, aber es werden auch ein paar Spieler auf der Tribüne Platz nehmen müssen.“

„Ob das abgehakt ist, wird sich jetzt zeigen“, blickt Daniel Biedermann, Trainer des SV Kornwestheim 2, auf das anstehende Auswärtsspiel beim FV Oberstenfeld (14.) am Sonntag um 15 Uhr. „Das“, das ist die 0:7-Packung, die sein SVK 2 in der Kreisliga A 1 zuletzt gegen den GSV Pleidelsheim verpasst bekommen hat. „Ich erwarte definitiv eine Reaktion“, so Biedermann, „aber die erwartet die Mannschaft auch von sich selbst.“ Beim Oberstenfelder Kellerkind könnte der holprige Rasenplatz zum Problem für die Kunstrasen-gewöhnten Kornwestheimer werden. „Ausreden gibt es aber keine.“ Für den privat verhinderten Daniel Schneider hütet Max Engelbrecher von der Ersten das Tor. Auch Piero Pizzarelli fehlt. Nico Stein ist nach wie vor verletzt, Patrick Wagner ist erneut angeschlagen.

Bekanntermaßen tut sich Drita Kosova (5.) häufig gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel der Kreisliga A 2 schwer. Das wurde zuletzt wieder beim zähen 1:0-Sieg gegen das Tabellenschlusslicht VfB Tamm deutlich. Nun wartet am Sonntag um 15 Uhr auswärts der SV Friolzheim, der momentan den Abstiegsrelegationsplatz 15 belegt. Allerdings hat Drita Kosova in diesem Jahr alle vier bisherigen Ligaspiele gewonnen und sich so nach Punkten wieder in Schlagdistanz zur Spitzengruppe gebracht. So kann es also weitergehen, auch wenn Coach Safet Muzliukaj seine Mannschaft noch nicht bei 100 Prozent sieht.

Erkan Kilic, Coach des Türkischen SC, beklagt vor dem A 2-Heimspiel gegen den Tabellendritten TSV Münchingen (Sonntag, 17 Uhr), die Ausfälle von vier Stammspielern. Sedat Sahbaz hat nach einer beim 1:1 in Renningen erlittenen Kopfverletzung noch zwei Wochen Sporverbot, Mustafa Zivali verletzte sich bei seinem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit an der Schulter (die Saison ist gelaufen). Aziz Erbas und Pedro Dos Santos sind privat verhindert. „Das 1:5 im Hinspiel war ganz schlimm“, so Kilic, „daher sind die Spieler motiviert genug.“

In Kreisliga B 1 spielt am Sonntag der TDSV (7.) um 12.30 Uhr beim TuS Freiberg 2 (11.). In Kreisliga B 3 empfängt der SVP 2 (1.) um 12.45 Uhr den SV Poppenweiler (6.) und der SVK 3 (8.) um 15 Uhr die DJK Ludwigsburg 2 (5.). In Kreisliga B 5 tritt der TSC 2 (9.) um 12.45 Uhr gegen die Spvgg Mönsheim 2 (11.) an.

Die Frauen des FC Remseck-Pattonville (7.) bekommen es nach vier Siegen in Folge im Jahr 2019 bereits an diesem Samstag um 18 Uhr mit dem Tabellenführer SGM Heumaden/Sillenbuch/Eintracht zu tun.

In der Bezirksliga empfangen die siebtplatzierten SVK-Frauen nach dem 10:3-Sieg gegen Horrheim 2 am Sonntag um 12.45 den FV Roßwag (3.).

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