Fußball Separate Runden um Auf- und Abstieg rücken näher

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Eis auf Netz: Wie lange der Amateurfußball pausiert, steht noch nicht fest. Foto: Pixabay

Kornwestheim - Bei einer Videokonferenz hat sich der Spielausschuss des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) mit den Plänen zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Amateurligen befasst. Dabei tauschten sich die Verbandsvertreter mit den Bezirksvorsitzenden und den Bezirks-Spielleitern aus. Bereits im Vorfeld waren die Vereine in den überbezirklichen Herren-Staffeln von der Oberliga Baden-Württemberg bis zu den Landesligen in fünf Videokonferenzen gehört und zur aktuellen Situation informiert worden. Unter diesen Clubs befand sich auch der SVK, der als höchstklassiger Vertreter aus Kornwestheim in Staffel 1 der Landesliga antritt.

„Die Einschätzungen des Spielausschusses decken sich nach den zahlreichen Wortmeldungen der Teilnehmer weitgehend mit den Stellungnahmen aus den Bezirken“, schreibt der WFV. So sei bei der aktuellen Lage und der Terminproblematik eine vollständige Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspielen wohl kaum mehr möglich. Eine Ausnahme bilden laut Verband die kleinen Staffeln in den Herren-Kreisligen B, die bei teilweise lediglich zwölf Vereinen eine vollständige Runde vielleicht noch abschließen könnten.

Ein Grundkonsens zu einem alternativen Spielmodell ist bereits gefunden. „So haben sich nahezu alle Teilnehmer für eine Auf- und Abstiegsrunde zu Ermittlung der Auf- und Absteiger nach Abschluss der Hinserie ausgesprochen“, teilt der WFV mit. Bei einer Staffelgröße von 18 Vereinen wären für jeden Verein 25 Saisonspiele zu absolvieren – im Vergleich zu 34 Partien in einer Spielzeit mit Hin- und Rückrunde. Die Tabelle wird dabei in zwei Hälften geteilt, die Vereine nehmen ihre in der Hinrunde bereits erzielten Punkte in die Auf- oder Abstiegsrunde mit. „In dieser Variante wäre sichergestellt, die Saison in einem Modus zu Ende zu führen, der einer vollständigen Runde am nächsten kommt“, heißt es vom Verband. Unter den gegebenen Umständen erziele man das sportlich fairste Ergebnis.

Groß war der Wunsch der Bezirksvertreter, den Vereinen nach Möglichkeit vier Wochen Vorbereitungszeit auf das erste Spiel nach Wiederbeginn einzuräumen. Allerdings sind die weiteren Schritte maßgeblich von den behördlichen Vorgaben abhängig. So wird die Entscheidung über die Frist zur Vorbereitung kurzfristig fallen müssen. Möglich scheint nach Meinung des Verbands-Spielausschusses eine Kompromisslösung mit wenigstens drei Wochen bis zum ersten Spiel. Diskutiert wurde ebenfalls über die Möglichkeit, die Saison angesichts einer möglichen Terminproblematik über den 20. Juni 2021 hinaus zu verlängern. „Mit dem Hinweis auf die Relegation, die von den Bezirken ausnahmslos gewünscht wird, ist eine Verlängerung in die neue Spielzeit 2021/22 hinein nicht geplant“, so der WFV.

Die Bezirksvertreter besprechen im nächsten Schritt die gemeinsame Einschätzung mit ihren Vereinen. Parallel dazu stehen in der kommenden Woche weitere Videokonferenzen mit Vereinen aus den Frauenstaffeln und im Anschluss mit der Jugend an – in beiden Fällen steht ein Meinungsbild noch aus. „Denkbar ist eine Planung des Spielmodells analog zum Herrenbereich und eine Differenzierung hinsichtlich der Staffelgrößen“, teilt der WFV mit. Eine endgültige Entscheidung über die Planung des weiteren Saisonverlaufs trifft der WFV-Beirat nicht vor Ende Januar, macht sein Vorgehen aber stets davon abhängig, welche Corona-Verordnungen dann gelten.

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