Fußball SVK trifft auf alten Bekannten

Von Marius Venturini
Nico Schürmann (rechts) und der SVK: Ein Sieg tut dringend Not. Foto: Peter Mann (Archiv)

Die Lage ist ernst, das weiß auch Markus Koch. „Als Trainer und Club befassen wir uns natürlich mit der Situation“, sagt der Coach des Fußball-Bezirksligisten SV Kornwestheim. Der Absteiger aus der Landesliga steht vor der Partie am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den FV Löchgau II (14.) auf Tabellenplatz zwölf – lediglich zwei Punkte vor Relegationsplatz 13. „Natürlich ist die Erwartung in der Öffentlichkeit und auch im Verein, dass wir das Spiel gewinnen“, so Koch.

Aufarbeitung des Perouse-Spiels

Hinzu kommt: Die Kornwestheimer mussten in ihrer dienstäglichen Trainingseinheit erst einmal das fast schon schockierende 4:4-Remis beim Tabellenschlusslicht TSV Heimsheim aufarbeiten – nahmen dabei aber auch Positives mit. „Einen 0:3-Rückstand aufzuholen und nach einem Nackenschlag in der Nachspielzeit doch noch Unentschieden zu spielen, das zeugt von einer unglaublichen Moral“, betont Koch. Auch Marco Reichert sei mit zwei verwandelte Elfmetern seiner Rolle als Kapitän vollauf gerecht geworden. Dass sein Team jedoch in den ersten 20 Minuten seine zahlreichen Torchancen allesamt verballert, will der Übungsleiter nicht noch einmal erleben müssen.

Wie also stehen nun die Chancen für die Partie gegen die Löchgauer Reserve? „Pari pari“, sagt Koch, der den FV II als „junge, hungrige Mannschaft“ beschreibt. Und dann gibt es da ja noch Patrick Müller. Er war beim SVK in der Trainer-Ära Sascha Becker als Sportlicher Leiter und Assistenzcoach tätig – und sprang auch als Interimslösung ein, als Becker in der Rückrunde der Abstiegssaison nicht mehr weitermachen wollte. Müller, inzwischen 32-jährig, läuft jetzt für die Löchgauer Zweitvertretung auf und erzielte vor Wochenfrist beim 2:0-Erfolg gegen den AKV Ludwigsburg den Treffer zum Endstand. Mit fünf Toren ist er aktuell bester Schütze seines Teams.

Auch Drita Kosova steht im hinteren Teil der Bezirksliga-Tabelle

Ebenfalls am hinteren Ende der Bezirksliga-Tabelle steht der SC Drita Kosova Kornwestheim. Das Team um Spielertrainer Shpetim Muzliukaj rangiert auf dem 17. und damit vorletzten Platz. Vor dem Auswärtsspiel bei Phönix Lomersheim (8.) am Sonntag um 14.30 Uhr ist aber bei drei Punkten Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang – der zwölfte Platz des SVK – noch lange nichts verloren. Und die Richtung stimmt aus Sicht der Kornwestheimer: Am vergangenen Wochenende gab es einen 4:2-Sieg gegen Mitaufsteiger Spvgg Warmbronn.

Doch so richtig kommt Drita nicht in Fahrt, was auch an der schon seit Wochen instabilen Personaldecke liegt. Gegen Warmbronn saßen nur zwei Feldspieler auf der Ersatzbank. Für die Partie bei Phönix Lomersheim (zuletzt 3:3 beim TV Aldingen) kehren zumindest Tugrul Yalman und Rijat Abdula in den Kader zurück. Hinter dem Mitwirken von Muhamet Muzliukaj steht noch ein Fragezeichen.

Drita mit „besserem Gefühl als zuletzt“

„Wir treten nach dem Sieg auf jeden Fall mit einem anderen Gefühl an als zuletzt“, betont Shpetim Muzliukaj, der sich mit dem bevorstehenden Gegner eigentlich noch gar nicht richtig befasst hat – und das auch nicht tun will. „Ich weiß nur, dass es eine läuferisch und kämpferisch starke Mannschaft ist“, sagt er, „und mehr interessiert mich auch nicht. Wir müssen unsere Leistung bringen, das ist alles, was zählt.“

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