Fußball Trotz Siegs: Ärger bei SVK-Trainer Becker

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SVK-Übungsleiter Sascha Becker Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Als sich die Landesliga-Fußballer des SV Kornwestheim am Sonntagnachmittag nach dem Testspiel beim FC Union Heilbronn mit 45-minütiger Verspätung auf den Heimweg machten, schüttelten sie immer noch etwas die Köpfe. „Das habe ich auch noch nie erlebt“, sagte SVK-Trainer Sascha Becker, der zuvor mit seinem Team den Bezirksligisten nach Toren von Berkan Yürükoglu (15.) und Dominic Janzer (38.) mit 2:1 besiegt hatte. Was war passiert? Nach zehn Minuten verletzte sich der Schiedsrichter. Das verbleibende Gespann pochte aber auf einen dritten Schiedsrichter, ohne den sie das Spiel nicht fortsetzen würden. Erst nach einer dreiviertel Stunde konnte die Partie fortgesetzt werden.

Die Unterbrechung tat dem Spiel der Kornwestheimer aber überhaupt nicht gut. „Wir sind wirklich gut reingekommen, hatten viel Ballbesitz und haben ein gutes Pressing gespielt“, sagte Sascha Becker. „Aber durch die lange Unterbrechung war der Spielrhythmus komplett raus. Das hätte man sicherlich anders lösen können.“ Dennoch schafften es die Gäste, kurz nach der Unterbrechung ihre spielerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Nach einem präzisen Pass von Neuzugang Kaan Demir schlenzte Berkan Yürükoglu den Ball zur 1:0-Führung ins lange Eck.

Ein Brustlöser war das frühe Tor des Landesliga-Aufsteigers aber nicht. Mit wenigen Torgelegenheiten plätscherte die Partie vor sich hin. Die Gastgeber, die die vergangenen Bezirksligasaison als Dritter abgeschlossen und dabei 90 Tore erzielt hatten, beschränkten sich vor allem auf ihre Defensivaufgaben. Der SVK spielte gefälliger, hatte mehr Ballbesitz, ließ dabei den letzten Zug zum Tor aber vermissen. Bis zur 38. Minute. Dann rutschte ein Einwurf von Kai Fischer bis vors Heilbronner Tor durch, dort stand – wie häufig – Dominic Janzer und drückte den Ball in die Maschen.

Viel Spielfluss kam auch in der zweiten Halbzeit nicht auf. Erst ein Abstimmungsfehler der Kornwestheimer sorgte noch einmal für einen Höhepunkt. Nach einer geklärten Standardsituation der Gastgeber mangelte es an Kommunikation beim SVK, sodass der zurückkommende Ball bei Heilbronns Sascha Gotthardt landete, der zum 1:2 verwertete (57.).

In der Folge passierte in einer von vielen Wechseln geprägten zweiten Halbzeit nicht mehr viel, wodurch es beim knappen Ergebnis blieb. „Zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung, mit der Unterbrechung und dem Umstand, dass heute acht Spieler gefehlt haben, war das absolut in Ordnung“, sagte Sascha Becker, der noch einen Grund zur Freude hatte. Mit Martini Lombaya (zuletzt Calcio Leinfelden-Echterdingen) hat der SVK einen weiteren Neuzugang zu verzeichnen. Der Angreifer gab am Sonntag gleich sein Debüt.

SV Kornwestheim L. Wolf (27. Rauscher) – Böhl (22. Calaciura), M. Wolf (46. Plitzner), Polizoakis (82. Weber), Lombaya, Nicolazzo (46. Porubek), Vejselovic, Fischer, Demir (46. Stahl), Janzer, Yürükoglu.

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