Handball 3. Liga: Neuer Modus sorgt für Flexibilität

Von
Auf sie mit Gebrüll: Gegen wen der SVK (mit Jan Reusch, am Ball) in der neuen Drittligasaison spielt, steht nun fest. Nur die Termine sind noch nicht bekannt. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Nun herrscht Klarheit: Die 3. Handballliga der Männer geht staffelübergreifend mit 82 Mannschaften in die Saison 2021/22. Vieles, was dabei von Vorstand und Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB) auf Vorschlag der Spielkommission 3. Liga beschlossen wurde, ist Neuland. • Der Modus insgesamt: Es gibt eine Vorrunde mit insgesamt sieben Staffeln. Die Spielzeit beginnt – abhängig vom Votum der Vereine – am letzten August- oder ersten Septemberwochenende. Die letzten Spiele sind für das erste Juni-Wochenende 2022 geplant. Es werden zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga ausgespielt. 26 Teams steigen in die Oberligen ab, daraus folgt für die Saison 2022/23 eine 3. Liga mit staffelübergreifend 69 Mannschaften. • Der Modus im Detail: Die Vorrunde wird in zwei Staffeln à elf und fünf Staffeln à zwölf Mannschaften im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückrunde gespielt. Die Teams auf den Plätzen 1 und 2 jeder Staffel ziehen in die Aufstiegsrunde ein. Sofern eine nicht aufstiegsberechtigte Mannschaft – zum Beispiel eine Zweitvertretung – Platz 1 oder 2 belegt, kann der Drittplatzierte dieser Staffel an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Die Aufstiegsrunde wird in zwei Gruppen zu je sieben Mannschaften ausgespielt. Platz 1 und 2 der beiden Gruppen spielen schließlich überkreuz die beiden Aufsteiger aus.

Um den Klassenverbleib kämpfen die Teams auf den unteren Plätzen, nämlich auf den Rängen 7 bis 11 oder 12 jeder Staffel. Die Punkte, die ein Team gegen einen direkten Konkurrenten erzielt hat, werden mitgenommen. Es werden fünf Gruppen mit je sechs und zwei Gruppen mit je fünf Mannschaften gebildet. Die Teams auf Platz 1 und 2 dieser Gruppen bleiben in der 3. Liga.• Der SV Kornwestheim: Der SVK ist Teil der Zwölferstaffel G. Hier spielen auch: HBW Balingen-Weilstetten 2, HC Oppenweiler/Backnang, HSG Konstanz, TSG Söflingen, TSV Blaustein, TSV Neuhausen/Filder, TuS Fürstenfeldbruck, TV Plochingen, TV Willstätt, VfL Günzburg und VfL Pfullingen. Einige Teams, gegen die der SVK über Jahre regelmäßig angetreten ist, wurden anderen Staffeln zugeteilt. So fallen Duelle mit der TGS Pforzheim, dem TSB Heilbronn-Horkheim oder den Rhein-Neckar-Löwen 2 künftig weg. • Eine erste Einschätzung: Die kommt vom Sportlichen Leiter des Kornwestheimer Drittligateams. Mirko Henel sagt: „Die Lösung, die man mit den Staffeln gefunden hat, ist gut. So sorgt man für Flexibilität.“ Denn auch Henel weiß, dass die Lage in Sachen Corona im Herbst schon wieder ganz anders und weniger gut als momentan aussehen könnte. Rein sportlich sei es egal, in welcher Staffel der SVK gelandet wäre. „Starke Gegner gibt’s überall.“ Nun haben die Kornwestheimer schon in der regulären Spielphase in Form des TuS Fürstenfeldbruck und der HSG Konstanz zwei Zweitliga-Absteiger vor der Brust. „Ziel muss trotzdem sein, mindestens Platz 6 zu belegen“, so Henel. Bei anfangs nur 22 Spielen dürfe man sich keine Patzer erlauben. Dennoch freut sich der Sportliche Leiter nun auf die neue Saison. „Es wird sicher ein heißer Tanz, aber wir sind froh, dass es bald losgeht.“ • Wie es nun weitergeht: Einen exakten Spielplan gibt es noch nicht. Auch der genaue Termin des ersten Spieltags steht noch nicht fest. Erst am 25. Juli wird Klarheit herrschen. „Das ist brutal spät, aber die 2. Bundesliga hat ja noch bis Mitte Juni gespielt“, so Henel, der nun vor einem Problem steht: Die Planung für die anderen SVK-Mannschaften muss schon eine Woche vorher fix und fertig sein. Wie also umgehen mit den Terminen am Samstagabend? „Das wird auch für viele andere Vereine unglaublich schwierig.“

Artikel bewerten
1
loading
 
 

Sonderthemen