Handball Ausrufezeichen zum Rückrundenstart?

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Den SVK (mit Marvin Flügel, Nummer 55) erwartet in Dansenberg ein stabiler Defensiv-Verbund. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Alexander Schurr weilt in Berlin. Beim A-Lizenz-Lehrgang bereitet sich der SVK-Coach auf die nächste Stufe seiner Übungs-Expertise vor. Und ist dabei im Stress. „Ich lande am Samstag um 14 Uhr in Stuttgart, fahre nach Kornwestheim und setze mich dort in den Bus nach Dansenberg. Ich führe ein echtes Jet-Set-Leben“, sagt er und lacht, als er sich am frühen Donnerstagnachmittag ein paar Minuten für den telefonischen Ausblick auf das kommende Auswärtsspiel seines Teams freigeschaufelt hat.

Es ist das erste Spiel der Drittliga-Rückrunde, das sein SVK am Samstag um 20 Uhr im Stadtteil von Kaiserslautern beim TuS Dansenberg bestreitet. Lässt Schurr die Hinserie Revue passieren, fällt häufig das Wort „ordentlich“. „Hätten wir zwei bis drei Punkte mehr geholt, würde ich sogar ‚gut’ sagen“, so der Coach. Rückblickend ärgert ihn, dass seine Mannschaft nach einigen knappen Partien am Ende mit leeren Händen dastand. „Gegen Konstanz hatten wir den letzten Wurf, bei den Rhein-Neckar Löwen 2 und gegen Haßloch genauso, und alle Spiele verlieren wir am Ende mit einem Tor.“ Da gebe es noch Entwicklungspotenzial. Dass sein SVK, derzeit Tabellen-Achter, als amtierender Meister nahtlos an die überragende Leistung der vergangenen Saison anknüpfen könne, daran hat Schurr ohnehin nie geglaubt.

Nun also Dansenberg, aktuell Fünfter. 25:25 endete das Spiel Ende August in der Osthalle. Die Pfälzer agieren mit einer sehr defensiven 6:0-Deckung – und mit einem starken Torhüter Kevin Klier, der vor der Saison von den Eulen Ludwigshafen aus Liga 1 kam. Aber auch im Angriff stellt der TuS einige starke Akteure – von denen die Rückraumspieler Loic Laurent und Robin Egelhof allerdings zuletzt verletzt waren. Doch da gibt es ja auch noch den Rückraum-Linken Jan Claussen, Dansenbergs Top-Scorer mit 71 Toren. Oder Junioren-Nationalspieler Marc-Robin Eisel (67). Oder Sebastian Bösing, den Leistungsträger am Kreis. „Die Namen gehen einem sicher nicht aus“, so Schurr.

Dansenberg hat seine vergangenen beiden Begegnungen gewonnen. Der SVK reist mit der Empfehlung von vier Partien ohne Niederlage (zwei Unentschieden, zwei Siege) in die Pfalz. Und zwar komplett, was bisher nur am ersten und am letzten Hinrundenspieltag der Fall war. „Wir sind in der Breite deutlich stabiler, was sich bei der ansteigenden Form und den Ergebnissen verdeutlicht“, so Schurr. Seine Kornwestheimer seien „hoch motiviert, die Punkte zu holen. Es wäre ein schönes Ausrufezeichen vor der Weihnachtspause“.

Für den SVK geht es im neuen Jahr 2019 am 18. Januar weiter – mit dem Heimspiel gegen den TSV Neuhausen/Filder.

 
 

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