Handball Chantal Schmids Team holt den Pokal

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Fokus auf den Cup: Chantal Schmid (Nummer 16) Foto: Marco Wolf

Kornwestheim - Zum vierten Mal in Folge hat das Team Baden-Württemberg 1 den Deutschland-Cup der weiblichen Jugend gewonnen. Die Spielerinnen des Jahrgangs 2004, zu denen auch die Kornwestheimer Torhüterin Chantal Schmid zählte, setzten sich am Sonntag in Nellingen im Finale vor 700 Zuschauern mit 25:17 (11:10) Toren gegen die Auswahl Brandenburgs durch. Hans Artschwager, Präsident des federführenden Handballverbandes Württemberg (HVW), kommentierte: „Wir haben drei Tage lang tollen Mädchenhandball mit tollen Leistungen gesehen.“ Interessierter Beobachter der drei Turniertage war auch Frauen-Bundestrainer Henk Groener.

Lautstark unterstützt von ihrer zweiten Mannschaft, ließ sich der Serienchampion Baden-Württemberg 1 im zweiten Durchgang nicht mehr stoppen. Zunächst gingen die ostdeutschen Gäste Mitte der ersten Hälfte beim 6:7 (15.) noch selbst in Führung. Dann legte das Team des leitenden Landestrainers Nico Kiener aber einen Zahn zu. Mit einer leichtfüßigen, offensiven Abwehr zogen die Baden-Württembergerinnen dem Gegner den Zahn. Am Ende stand ein sicherer und verdienter Sieg.

Mit Erfolgen gegen Hessen (20:8) und Rheinland-Pfalz (24:17) sowie einem 18:18-Unentschieden gegen Schleswig-Holstein hatte sich Team Baden-Württemberg 1 zu Beginn des Turniers den Sieg in Vorrundengruppe A geholt. Im Viertelfinale bezwang die Mannschaft die Auswahl Mecklenburg-Vorpommerns mit 23:17, im Halbfinale behielt man mit 19:16 über Sachsen die Oberhand.

Fest in sächsischer Hand war die Halle beim Spiel um Platz 3: Mit Pauken und Trompeten feuerten die Fans aus dem Osten ihre Auswahl an, aber nach 43 Minuten hatte der Gegner aus Bayern seinen zeitweiligen Sechs-Tore-Rückstand egalisiert. Am Ende reichte es aber mit 20:18 doch für die Sachsen.

Zum Team Baden-Württemberg 2, eine Auswahl des jüngeren Jahrgangs 2005, gehörte auch Jade Oral vom SV Kornwestheim. In der Partie um Platz 5 bot die Mannschaft der Auswahl Niedersachsen/Bremen lange Zeit Paroli, musste sich dann aber doch mit 22:29 (11:14) geschlagen geben. „Respekt vor diesem jungen Team, schon das Erreichen des Spiels um Platz fünf ist ein toller Erfolg“, lobte HVW-Präsident Hans Artschwager. In der Vorrunde hatten Siege gegen Mittelrhein (18:17) und Westfalen (20:12) sowie eine Niederlage gegen Brandenburg (17:19) den zweiten Platz in Gruppe B bedeutet. In der Platzierungsrunde gab es einen 21:14-Erfolg über Mecklenburg-Vorpommern, im Viertelfinale war gegen Sachsen jedoch mit einer klaren 13:22-Niederlage Feierabend.

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