Handball Coach Schurr: „Wir müssen die Abwehr in Bewegung bringen“

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Keine Ruhe, sondern Bewegung ist angesagt beim SVK. Foto: Archiv/Pixabay

Kornwstheim -

Nach der ungewollten Pause – der TV Willstätt hatte die Partie gegen den SVK am vergangenen Freitag aufgrund der Handball-WM spontan abgesagt – darf der Kornwestheimer Drittligist endlich wieder ran. Zu Gast beim Tabellenachten von Alexander Schurr ist am Samstag um 20 Uhr die TGS Pforzheim, die aktuell auf Platz 6 steht. Und diesmal ist die Gefahr, dass eine Mannschaft die Begegnung spontan absagt, auf ein Minimum reduziert: Die WM ist vorbei.

Bester Feldtorschütze der Goldstädter, bei denen Trainer Andrej Klimovets vor wenigen Tagen seinen Abgang zum Saisonende angekündigt hat, ist in dieser Spielzeit einmal mehr Florian Taafel, der bereits 86 Treffer aus dem Feld aufzuweisen hat. Rechtsaußen Marco Kikillus, der vergangenes Jahr hinter SVK-Mann Peter Jungwirth Platz 2 im Tore-Ranking belegte, kommt insgesamt auf 126 Tore, davon 49 vom Siebenmeter-Strich. Spielgestalter Maris Versakovs folgt auf Platz 3 mit immerhin 58 Toren.

„Pforzheim ist eine Top-Mannschaft in der Liga, die nun seit Jahren im vorderen Drittel am Saisonende landet“, weiß SVK-Coach Alexander Schurr. Mit Taafel, Versakovs und auch Filip Prsa verfügte die TGS über einige Spieler, die den Abschluss aus der zweiten Reihe suchen. „Gegen diese individuelle Klasse müssen wir als Team dagegenhalten.“ Seine Truppe sei so etwas wie der Gegenentwurf zum morgigen Kontrahenten. „Wir haben ausschließlich Spieler aus der Region bei uns, während in Pforzheim viele gute Leute auch aus dem Ausland dabei sind.“ Dass der SVK sich da dennoch auf Augenhöhe bewege, sei aller Ehren wert.

In der Abwehr agieren die Pforzheimer mit einer eher defensiv gestaffelten 6:0-Deckung. „Die müssen wir natürlich in Bewegung bringen, müssen Lücken reißen und diese auch nutzen“, so Schurr. Zudem müsse sein Team absolut diszipliniert spielen und dürfe keine einfachen Gegentreffer zulassen. Denn gegen den Angriff der TGS wird auch die SVK-Defensive besonders gefordert sein. Keine leichte Aufgabe also, die den SVK an diesem 19. Spieltag erwartet. Zumal auch die beiden Pforzheimer Keeper Sebastian Ulrich und Jonathan Binder nur schwer zu überwinden sind.

Das Hinspiel in Pforzheim, das die Kornwestheimer ersatzgeschwächt mit 27:36 (15:18) verloren, ist für die Mannschaft um Kapitän Christopher Tinti längst abgehakt. „Wir spielen zuhause gegen einen Gegner, der nur knapp vor uns in der Tabelle steht. Natürlich wollen wir da gewinnen, unabhängig davon wie das Hinspiel ausgegangen ist“, betont der Spielführer. Nichtsdestotrotz wisse man um die Stärke des Kontrahenten. „Gegen Pforzheim brauchen wir mindestens die gleiche Leidenschaft und Emotion wie zuletzt gegen Neuhausen“, so Tinti.

In der Tabelle könnte der SVK mit der TGS Pforzheim gleichziehen, zumindest was das Negativkonto betrifft. Aufgrund des verlegten Spiels in TV Willstätt hat der SVK ein Spiel weniger und steht derzeit bei 19:15 Punkten (Pforzheim: 23:13).

Nicht mit von der Partie sind bei den Kornwestheimern nach wie vor die beiden etatmäßigen Linksaußen Fabian Kugel (Nasenbeinbruch) und Tim Großmann (Sprunggelenkverletzung). Improvisation ist also angesagt. „Aber wir haben Spieler, mit denen wir diese Ausfälle kompensieren können“, so Schurr. So könnten zum Beispiel Christian Wahl oder Jan Reusch in die Bresche springen. Die beiden Verletzten werden, geht es nach der Vorstellung des Übungsleiters, in etwa zwei Wochen in den Trainingsbetrieb zurückkehren.

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