Handball Das letzte Heimspiel in dieser Saison

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Wird verabschiedet: SVK-Spieler Lukas Lehmkühler. Foto: Archiv (Peter Mann)

Im letzten Heimspiel der Saison will der Handball-Drittligist den Zuschauern noch einmal etwas bieten. Zum einen, weil es eben das letzte Heimspiel ist. Zum anderen, weil die Hinspielniederlage in der DHB-Pokalrunde bei der SG Leutershausen mit 25:34 aus SVK-Sicht dann doch eine Nummer zu deutlich ausgefallen ist. „Da wollen wir dem Gegner diesmal einen anderen Kampf anbieten“, kündigt Kornwestheims Coach Alexander Schurr an.

Da ist es auch egal, dass die SG eine echte Topmannschaft ist, die eigentlich für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga geplant hatte. Auf den letzten Metern verpasste das Team von der Bergstraße in der regulären Saison den Sprung jedoch. Jetzt, in der Pokal-Quali, steht die Mannschaft von Trainer Marc Nagel in der Vierergruppe D auf Rang 2 hinter HBW Balingen-Weilstetten II. Nur der Erste darf in der kommenden Runde am DHB-Pokal teilnehmen.

Schier übermächtig

Der SVK als Dritter hat derweil nur noch theoretische Chancen. Vor einer Woche holte das Schurr-Team gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden im dritten Spiel mit 30:28 die ersten Punkte. Und jetzt? „Jetzt wollen wir konzentriert und mutig spielen und dem Gegner vielleicht ein paar Fallen stellen, mit denen er nicht rechnet“, so der Coach. Das dürfte jedoch nicht ganz so einfach werden, denn beim Blick auf den Kader der SG lassen sich nur wenige Schwächen ausmachen. Allein auf der Linksaußen-Position spielen in Person von Niklas Ruß und Jonathan Scholz zwei Akteure, die über Erfahrung aus der 1. Bundesliga verfügen. „Das zieht sich dann durch fast die gesamte Mannschaft“, weiß Schurr, der dezidiert noch auf den stets gefährlichen Spielmacher Kevin Bitz (Rückraum Mitte) und Torjäger Sven Schreiber (Rückraum rechts) hinweist.

Ein Thema, bei dem sich der SVK-Übungsleiter indes überhaupt keine Sorgen macht, ist die emotionale Ebene. Es ist für viele Monate der letzte Auftritt seines Teams in der heimischen Osthalle. Zudem wird neben den Spielern Tim Scholz, Jan Hellerich und Lukas Lehmkühler auch das Betreuer-Urgestein Stephan Teske verabschiedet. So dürfte der ein oder andere dann doch gewillt sein, noch einmal alles aus sich herauszukitzeln – auch wenn der Kontrahent schier übermächtig daherkommt. Und dass der SVK sehr wohl in der Lage ist, an einem guten Tag auch mit absoluten Topteams schrittzuhalten, hat er in der abgelaufenen Saison schon mehrfach bewiesen.

In Sachen Personal hofft Schurr derweil auf die viel zitierte „volle Kapelle“. „Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass wir alle Spieler an Bord hatten“, so der Trainer. Einzig der Einsatz von Jan Hellerich ist fraglich, bei ihm zwickt die Leiste.

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