Handball Der Toptorjäger bleibt ein weiteres Jahr

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Schwung für mindestens ein weiteres Jahr beim SVK: Felix Kazmeier Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Die Tinte ist trocken. Bereits am Dienstagabend hat SVK-Rückraumspieler Felix Kazmeier seine Unterschrift unter einen neuen Ein-Jahres-Vertrag gesetzt. Damit sorgte der 22-Jährige für Freude und Erleichterung bei den Kornwestheimer Verantwortlichen. „Wir sind froh, dass das geklappt hat. Es ist unsere 1a-Lösung“, gibt Mirko Henel, der Sportliche Leiter des Drittligateams, zu Protokoll.

Kazmeier gilt als eines der größten Talente aller vier deutschen Drittligastaffeln. 2019 hatte der 1,92 Meter große Rückraum-Linke vom TSB Heilbronn-Horkheim nach Kornwestheim gewechselt. Und gleich in seiner ersten Saison sorgte er beim SVK ordentlich für Furore. Bei seiner ersten Rückkehr in die Horkheimer Stauwehrhalle schenkte er seinem Ex-Team 16 Tore ein, Kornwestheim gewann 33:27. Am Ende der abgebrochenen Spielzeit landete der sichere Siebenmeterschütze mit 178 Treffern auf Rang 2 der Torjägerliste, lediglich übertrumpft von Plochingens Star-Shooter Christos Erifopoulos (189).

„Er ist ein ganz wichtiges Puzzlestück und er genießt unser vollstes Vertrauen“, sagt Mirko Henel. Kazmeier sei bereits als großes Talent zum SVK gekommen, habe dann aber nochmals eine neue Entwicklungsstufe erklommen. „Nicht nur, was die Tore angeht“, betont Henel. Kazmeier sei auch abseits des Platzes ein Supertyp.

Ob eine Vertragsverlängerung auch geglückt wäre, hätte Kazmeier in dieser Saison seine Fähigkeiten in mehr als lediglich drei Spielen unter Beweis stellen können? „Vielleicht wäre es schwerer geworden, diese Runde ist vor allem für jüngere Spieler eine verlorene“, sagt Henel, der sich ansonsten nicht an derlei Spekulationen beteiligen will – aber sehr wohl weiß, dass es auch Interesse von anderen, höherklassigen Vereinen gab.

„Hier in Kornwestheim habe ich eine Mannschaft, die willig ist, Neues zu lernen und immer alles gibt“, sagt Kazmeier selbst zu seinem Verbleib. Das gesamte Team sei sehr familiär. „Mit ist wichtig, dass ich mich wohlfühle und einen Trainer habe, der auf mich setzt. Alles andere ist erst mal egal.“ Stichwort Geborgenheit: Auch, dass er derzeit im nahen Ludwigsburg studiert – Lehramt, Sport und Geografie, fünftes Semester – und die Familie im ebenfalls nicht eben weit entfernten Neckarsulm lebt, spielt ebenfalls eine Rolle.

Zufrieden ist auch SVK-Trainer Alexander Schurr. „Ich halte Felix mit seinen jungen Jahren für einen Topspieler, sehe aber immer noch Entwicklungspotenzial.“ Kazmeier brauche schon noch ein paar Spiele mehr, ist der Übungsleiter überzeugt. „Er soll und möchte noch mehr Verantwortung übernehmen. Und da bin ich sicher, dass er bei uns gut aufgehoben ist.“ Schurrs Aufgabe sei es nun, die Stärken des Spielers herauszuarbeiten.

Ob die nächste Saison dann auch sicher die letzte im SVK-Trikot sein wird? „Auf keinen Fall“, verneint Kazmeier, „wir werden uns zusammensetzen und schauen, was für beide Seiten das Beste ist.“ So denken auch die Funktionäre, allen voran der Coach. „Ich sehe die kommende Spielzeit rein gar nicht als die große Abschiedssaison für ihn“, betont Alexander Schurr, „und ich glaube, dass er das auch so sieht.“ Auch Mirko Henel hofft, dass „wir ihn so lange wie möglich halten können“. Sicher sei allerdings auch, dass der SVK keinem Spieler bei seiner persönlichen Karriere im Wege stehen werde. „Sein Weg kann auf jeden Fall in Richtung 2. Liga gehen. Wenn er verletzungsfrei bleibt, muss er diesen Schritt irgendwann machen“, sagt der Sportliche Leiter.

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