Handball Diller sieht sein Team auf Aufstiegskurs

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Wollen nach oben: Alisa Torkler (am Ball) und der SVK. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Das Saisonziel ist nach wie vor aktuell: Am Ende der Spielzeit soll für die Handballfrauen des SV Kornwestheim der Aufstieg von der Landes- in die wiedereingeführte Verbandsliga stehen. Nach der Hinrunde rangiert der SV Kornwestheim auf dem fünften Platz. Rang 4 muss es für den Sprung nach oben mindestens werden. „Wir sind auf Kurs, und wir haben uns den Aufstieg ganz unabhängig von der Neuorganisation des Ligabetriebs als Ziel gesetzt“, betont Trainer Hannes Diller, der die Mannschaft seit dieser Saison betreut. Er folgte auf Markus Lenz, der nach der vergangenen Runde aus privaten Gründen seinen Hut nahm. Welche Faktoren spielen nun eine Rolle, wenn es um das große Ziel geht?

Faktor 1: Ligen-Umstrukturierung

Mit einer Württembergliga (bisher zwei Staffeln) gibt es von der Saison 2020/21 an nur noch eine Topliga mit 14 Teams im gesamten Verbandsgebiet. Darunter folgen künftig zwei neue Verbandsligen mit jeweils 14 Mannschaften, gefolgt von vier Landesliga-Staffeln. Es ist ein zweischneidiges Schwert, mit dem auch der SVK nun umgehen muss. „Auf den ersten Blick kann man sagen, dass es jetzt vielleicht so einfach ist wie nie aufzusteigen“, so Diller. Allerdings unternähmen auch andere Mannschaften besonders viel dafür. „Zwar wird die Leistungsdichte in den Verbandsligen dann höher, und auch der Aufstieg in die Württembergliga ist für viele Mannschaften realistischer als bisher.“ Doch die Landesligen sieht Diller auf Dauer klar geschwächt, „auch weil sich viele Spielerinnen vielleicht eher in Richtung der Verbandsligateams orientieren“.

Faktor 2: bisherige Saison

Eigentlich hat sich der SVK in der gesamten bisherigen Saison nur einen Ausrutscher erlaubt: Am 23. November 2019 setzte es beim SV Leonberg/Eltingen eine klare 23:32-Klatsche. „Da hat bei uns gar nichts gepasst“, erinnert sich Hannes Diller – wohlwissend, dass diese Niederlage gegen den derzeitigen Tabellendritten fatale Folgen beim direkten Vergleich haben könnte. Die erste Pleite hatte es zuvor gegen den Achten Bottwar SG gegeben. Ansonsten lief es gegen die Topteams aber gut: Gegen den Tabellenführer Oppenweiler holte der SVK mit 33:33 einen Punkt, gegen den Zweiten Hohenlohe gab’s zum Hinrundenabschluss sogar einen 36:31-Sieg.

Faktor 3: verbleibende Saison

Beim Siebten SC Korb gelang den Kornwestheimerinnen in der Hinrunde ein 32:31-Auftaktsieg. Dabei verspielten sie allerdings eine Sieben-Tore-Führung. „Das müssen wir diesmal besser machen“, so Diller vor dem Rückspiel an diesem Samstag, 11. Januar, um 20 Uhr in der heimischen Osthalle. Ausrutscher seien bis zum Saisonende praktisch verboten. Die ersten fünf Teams liegen lediglich drei Punkte auseinander. „Das ist alles unglaublich eng beisammen“, kommentiert Diller.

Faktor 4: Wiedereinstieg nach Pause

Zwei Wochen hatten die SVK-Frauen nun komplett frei, traten bei keinem Turnier und auch bei keinem Freundschaftsspiel an. Am gestrigen Dienstagabend gab es die erste Trainingseinheit im neuen Jahr, bei der zum Wiedereinstieg auch ein paar Grundlagen auf dem Programm standen. „Ich hoffe, dass sich alle fit zurückmelden“, so Diller, „aber da mache ich mir eigentlich überhaupt keine Gedanken.“ Er sei sich auch sicher, dass alle Spielerinnen von Anfang an voll bei der Sache seien. „Wir wollen weiter unseren Tempohandball spielen und auch mit guter Abwehrarbeit und guten Torhüterinnen überzeugen“, so Diller, „wir brauchen die Punkte, egal wie.“ Heute und am Freitag kommt das Team vor dem Rückrundenauftakt abermals zusammen.

Faktor 5: Verletzungen

Leistungsträgerin Tanja Bahmann fehlte ihrem Team zuletzt mit einer Fingerblessur. Ihre Rückkehr könnte sie aber schon im Spiel gegen den SC Korb feiern. „Ansonsten sind alle fit und einsatzbereit“, lautete am Dienstagnachmittag Hannes Dillers Informationsstand. Und sicher sei: Für die Mission Aufstieg dürfe sich eigentlich dann auch in Zukunft niemand mehr verletzen.

Faktor 6: Verstärkungen

Einige Mannschaften, die mit dem Aufstieg liebäugeln, haben auch personell noch etwas nachgebessert – nicht so der SV Kornwestheim, bei dem es keine Änderungen gibt. „Und das ist auch okay so“, betont Hannes Diller.

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