Handball Endlich wieder Derbyzeit

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Heimsieg nach Hochzeit? SVK-Kapitän Christopher Tinti hat geheiratet. Foto:  

„Das letzte Derby gegen den TSB Heilbronn-Horkheim ist gefühlt eine Ewigkeit her“, sagt SVK-Trainer Alexander Schurr. In der Tat sind die beiden Teams seit knapp drei Jahren nicht mehr in einem Ligaspiel gegeneinander angetreten. Am 16. November 2019 war’s, als der damalige SVK-Neuzugang Felix Kazmeier seinen Ex-Club in der Horkheimer Stauwehrhalle mit 16 Toren fast im Alleingang abservierte. 33:27 gewannen die Kornwestheimer damals. Zum zweiten Aufeinandertreffen in jener Spielzeit kam es aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr. Die Folgesaison 2020/21 wurde nach fünf Spieltagen abgebrochen, und in der Runde 2021/22 kam dem Nachbarschaftsduell die Staffeleinteilung in die Quere. Jetzt also, nach langer Zeit, gibt es an diesem Sonntag um 17 Uhr in der Osthalle die Neuauflage.

„Wir haben richtig Bock“, so Schurr, „es gibt ja einige Verbindungen.“ Horkheim sei schon seit Jahren ein starkes Team. „Aber dieses Spiel kommt jetzt für uns zum richtigen Zeitpunkt“, betont der Übungsleiter voller Selbstvertrauen – kein Wunder, hat seine Mannschaft mit drei Siegen in drei Begegnungen doch den perfekten Saisonstart hingelegt und sich auf den Spitzenplatz katapultiert. Der TSB hat bereits zweimal gewonnen und steht aktuell auf Rang sechs.

Fast alle sind einsatzbereit

Bei den Gästen warnt Schurr vor allem vor der Rückraum-Achse und im Speziellen vor Goalgetter Louis Mönch, der bereits 16-mal eingenetzt hat (dreimal per Siebenmeter). Auch Janik Zerweck gehört zu den Leistungsträgern. Supertalent Oskar Neudeck im linken Rückraum steht eigentlich beim Erstligisten Frisch Auf Göppingen unter Vertrag, läuft per Zweitspielrecht aber ebenfalls für den TSB auf. Zur Spielweise des Kontrahenten weiß Schurr: „Sie verteidigen eigentlich mit einer 6:0-Abwehr, haben zuletzt aber auch häufig offensiver eine 3:3-Variante probiert.“ Zudem sei das Horkheimer Tempo sehr hoch. „Da werden wir dagegenhalten müssen.“

Momentan habe seine Mannschaft aber „den Flow auf ihrer Seite“, wie Alexander Schurr es ausdrückt. Personell sieht es gut aus, außer Rekonvaleszent Marvin Flügel sind alle fit und einsatzbereit – auch Kapitän Christopher Tinti, der an diesem Freitag geheiratet hat.

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