Handball Goliath ist schlagbar, auch für David

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Schon beim Hinspiel ging’s zur Sache: Sebastian Bösing (links) und Hendrik Schöneck. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Kornwestheim - Die Aufstellung bei den Drittliga-Handballern des SV Kornwestheim für die Auswärtspartie in Kaiserslautern ist schnell gemacht. Zwei Kreisläufer, ein Rechts-Außen, drei Rückraumspieler – das sind alle Spieler der Stammbesetzung, die dem Coach noch geblieben sind. Heute abend müssen die stark dezimierten SVKler in der Layenberger Sporthalle gegen den TuS Dansenberg, derzeit auf Tabellenplatz 3 der 3. Liga Süd liegend, ran. In der aktuellen Personalsituation ist das auf den ersten Blick ein Spiel von David gegen Goliath. Aber auf keinen Fall möchte Schurr die aktuelle Verletztenmisere als Ausrede gelten lassen. „Wir nehmen die Aufgabe, die uns nun bevorsteht, als Team voll an. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder einzelne Spieler, aber auch wir als Team gestärkt aus dieser Situation rausgehen werden“, sagte Schurr.

Die Liga liege dicht beisammen, jeder könne jeden schlagen, so der Coach weiter. Und genau deshalb traue er seiner Mannschaft auch eine Überraschung zu. Schließlich hätte das Team das auch schon fast beim Heimspiel in der Osthalle geschafft. Damals trennten die Schurr-Sieben nur zwei Tore von einem Unentschieden. Die Defensivleistung hatte beim Hinspiel gepasst, lediglich schlampige Abspiele und technische Fehler bescherten den Gästen aus der Pfalz leichte Kontertore. Allerdings hatten den Gastgebern im Angriff die Mittel gefehlt.

Es wird also interessant werden, wie das Team dieses Mal agieren möchte, zumal einige Spieler auch auf ungewohnten Positionen kämpfen werden. „Das haben wir diese Woche natürlich trainiert“, klärte Schurr auf. Dennoch: „Es wird spannend werden, wie wir rotieren werden“, gibt der SVK-Coach schmunzelnd zu.

Trotz aller Widrigkeiten erwartet Schurr einen heißen Fight auf dem Pfälzer Parkett und macht den Dansenbergern ein Kampfansage: „Wir werden auf Angriff und Sieg spielen und nicht einfach nur verwalten.“ Dansenberg ist sich unterdessen bewusst, dass es ohne harte Arbeit gegen den Tabellenneunten schwer werden wird. Zwar haben die TuSler zuletzt gegen Balingen mit 35:23 deutlich gewonnen und mit guten Leistungen zum Jahresauftakt überzeugt, aber auch TuS-Coach Steffen Ecker fordert auf der vereinseigenen Homepage höchste Konzentration beim Heimspiel: „Jetzt wird es wichtig sein, die eigenen Stärken so gut wie möglich durchzubringen und vor allem aus einer sicheren Abwehr mit einer guten Torhüterleistung ins gewohnte Tempospiel zu kommen“.

Mit nach Kaiserslautern reisen werden übrigens Jakob Jungwirth und Marco Lantella aus der zweiten Mannschaft. „Die werden zwar nicht die Kohlen aus dem Feuer holen können, aber sicherlich was reißen“, weiß Trainer Alexander Schurr und verdeutlicht noch einmal die Richtung für das Aufeinandertreffen am heutigen Samstagabend: „Wir werden Paroli bieten und möchten Punkte mit nach Hause nehmen“. Punkte – Schurr hat bewusst die Mehrzahl gewählt.

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