Handball Kein Trainingsauftakt wie jeder andere

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Erste Ansprache: SVK-Trainer Alexander Schurr (rechts) stimmt sein Team auf die neue Saison ein. Foto: Peter Mann

Kornwestheim - Einerseits war es ein Trainingsauftakt wie jeder andere. Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim kamen am Montagabend in der Osthalle zusammen, es gab ein paar motivierende Worte von Trainer Alexander Schurr und im Anschluss einen lockeren Aufgalopp mit ein paar Bewegungseinheiten. Die Pause nach der bislang letzten Zusammenkunft der Mannschaft Anfang Mai war auch nicht länger als in den Jahren zuvor. Alles wie gehabt?

Keineswegs. Die vergangene Saison war aufgrund der Corona-Pandemie im Herbst 2020 bereits nach fünf Spieltagen abgebrochen worden. Seit dem 31. Oktober hatte der SVK kein Pflichtspiel mehr bestritten. Das Team trainierte nach dem Lockdown zwar weiter und absolvierte ein paar Testspiele. Wettbewerb und Fokus auf eine Liga? Fehlanzeige. Und jetzt ging sie endlich los, die Vorbereitung auf eine Spielzeit, die hoffentlich ganz anders laufen wird als die beiden zuvor, die bekanntlich nicht endeten wie erhofft, sondern vorzeitig und unbefriedigend.

Handball-Normalität erhofft sich das Team von der neuen Saison. „Also, wenn ich von mir und dem Trainerteam ausgehe: Wir sind ultraheiß“, versichert Coach Schurr. Man freue sich, dass es in vielen Dingen nun Klarheit gebe und man sich nun auf die anstehende Runde vorbereiten könne. Die Saison beginnt entweder am letzten August- oder ersten September-Wochenende.

Alexander Schurr erlebt dabei ein Novum in seiner Trainerlaufbahn: Der SVK-Kader ist im Vergleich zum vergangenen Jahr komplett unverändert. „Da kann man inhaltlich noch mal anders arbeiten, hoffe ich“, so der Coach. Sprich: Alle Spieler kennen die Angriffs- und Abwehrsysteme, die zentralen Dinge sind jedem klar, keiner muss sich erst in die Abläufe fuchsen. „Das eröffnet ganz andere Möglichkeiten“, ist Schurr überzeugt.

Donnerstag wird die Ausdauer getestet

Zum Auftakt waren 15 der 16 Aktiven angetreten. Einzig Jan Döll fehlte, hatte aber einen guten Grund: Er ist mit der Bietigheimer Bundesliga-Handballerin Anke Lauenroth verlobt, die bis Ende Mai mit ihrem Team noch auf der Platte stand und am Ende Vizemeisterin wurde. „Ihm haben wir noch zwei Tage mehr Zeit gegeben, das ist auch vollkommen okay“, so Schurr. Den ersten Leistungstest, der am Dienstagabend anstand, muss Döll aber sehr wohl nachholen. Die restliche Mannschaft versammelte sich im Anschluss noch, um gemeinsam das Europameisterschaftsspiel der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich zu verfolgen.

Danach wird es aber ernst: Am Donnerstag steht ein Ausdauertest an, am Freitag wird die Schnelligkeit der SVKler überprüft. „In den ersten sechs Wochen der Vorbereitung bis Ende Juli liegt der Schwerpunkt auf Kondition, Taktik und Technik“, betont Schurr. Anfang August folgt eine kurze Pause, bevor es in die Endphase geht, in der an den Feinheiten gearbeitet wird.

Der Vorbereitungsplan an sich hört sich also ebenfalls routiniert an, zigfach bewährt und erprobt. Doch auch im Detail ist eine Sache neu: Alle Spieler sind fit. „Das ist ein wichtiger Punkt für uns, und wir hoffen natürlich, dass das auch so bleibt“, sagt Schurr, dessen Mannschaft in der Vergangenheit phasenweise von fast absurd vielen schweren Verletzungen auf einmal heimgesucht worden war.

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