Handball Keine Angst vorm gefährlichen Wolf

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Weiter zielgenau? Fabian Kugel und der SV Kornwestheim

Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Rechtzeitig vor dem nächsten schweren Spiel in der Anfangsphase der Saison haben die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim auch wieder Zählbares geholt. Der 40:35-Erfolg bei der TSG Söflingen vor Wochenfrist ließ einige Granitbrocken von den Schultern der Akteure purzeln. Zuvor hatte es drei Niederlagen gegeben – zwei davon in eigener Halle, äußerst unglücklich und mit nur einem Tor. Und jetzt? Jetzt kommt der starke HC Oppenweiler-Backnang in die Osthalle. Beginn des Spiels gegen den Tabellenvierten ist an diesem Samstag um 20 Uhr.

Besonders ein Mann ragte heraus, als der HCOB am vergangenen Wochenende den VfL Günzburg mit 36:20 überrollte – und dieser jemand trug früher auch noch das Trikot des SVK. Die Rede ist von Kevin Wolf. Der Rückraum-Linke erzielte gegen die bayerischen Schwaben satte neun Treffer. Ob sein Team nun Angst habe vor dem Ex-Kornwestheimer? „Nein, eigentlich nicht“, betont SVK-Coach Alexander Schurr. Man wisse zwar um die Qualitäten des HCOB, habe aber in der Vergangenheit – vor allem in Heimspielen – oft sehr gut ausgesehen. „Wir wissen, was wir zuhause zu leisten imstande sind“, sagt der Coach und meint damit vor allem jene beiden knappen Heimpleiten gegen die Topteams VfL Pfullingen und HBW Balingen-Weilstetten 2.

Oppenweiler ist klarer Favorit

Dass beim HC Oppenweiler/Backnang – mal ganz abgesehen von einem zuletzt top aufgelegten Kevin Wolf – noch andere Akteure so richtig zubeißen können, weiß aber auch Schurr. Das fängt mit Ex-Bundesligakeeper Jürgen Müller an und geht über Linksaußen Marcel Lenz, über Tobias Gehrke, der im zentralen Rückraum die Fäden zieht, hin zum Kreisläufergespann aus Jakub Strýc und Tim Düren, nicht zu vergessen Philipp Maurer auf Rechtsaußen oder Felix Raff im rechten Rückraum. Letzterer traf gegen Günzburg siebenmal ins Schwarze.

„Unser Ziel ist es, den Favoriten ein Bein zu stellen“, sagt Schurr, der natürlich weiß, dass die Rollen für viele Betrachter zunächst einmal klar verteilt sind. Und dass es zu einem guten Teil auf die Leistung in der Defensive ankommen wird, ist für den Coach ebenfalls kein Geheimnis. Oppenweiler agiert in der Abwehr übrigens in einer kompakten 6:0-Deckung.

Nach der erfolgreichen Rückkehr von Rechtsaußen Peter Jungwirth in Söflingen (sechs Tore) stehen zwei andere Akteure vor der Partie gegen den HCOB auf der Kippe. Hendrik Schoeneck ist erkältet und konnte am Donnerstag nicht trainieren. Und Kapitän Christopher Tinti machte in Söflingen zwar sieben Treffer, laboriert allerdings nach wie vor an einer zuvor erlittenen Oberschenkelblessur.

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