Handball Positiver Test: Beim Drittligisten ruht der Ball

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Wegen Corona: Beim Drittligateam des SVK ist erst mal Pause angesagt. Foto: Archiv/Pixabay

Kornwestheim - Die Befürchtungen, die man beim Handball-Drittligisten SV Kornwestheim hatte, haben sich bewahrheitet: Es gibt einen Coronafall in der Mannschaft. Das wurde im Verlauf des Donnerstags bekannt. Bereits am vergangenen Freitag war das Heimspiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim kurzfristig abgesagt worden, damals hatte es sich noch um den Verdacht auf eine Covid-19-Infektion eines Spielers gehandelt. Noch am selben Tag erfolgte ein Test, auf dessen Ergebnis der SV Kornwestheim nun fast eine Woche lang hat warten müssen.

Nun also die Gewissheit: Es hat einen Spieler erwischt. Laut SVK-Coach Alexander Schurr habe der Erkrankte einige ziemlich unruhige Nächte hinter sich, sei mittlerweile aber wieder einigermaßen auf dem Damm. Die ersten Symptome hatten sich Mitte der vergangenen Woche gezeigt. Als sich diese verschlimmert hatten, folgte schließlich der Test. Als unmittelbare Auswirkung des Verdachtsfalls war am vergangenen Samstag auch die Verbandsligapartie der zweiten SVK-Mannschaft gegen die HSG Fridingen/Mühlheim abgesagt worden.

An diesem Samstag, 24. Oktober, hätten die Kornwestheimer nach Franken zum Auswärtsspiel beim Aufsteiger HaSpo Bayreuth reisen müssen. Die Partie wird selbstredend nicht stattfinden. Auch die Entscheidung, am vergangenen Freitag nicht gegen Heilbronn-Horkheim anzutreten, hat sich als weise entpuppt – auch wenn der Deutsche Handballbund (DHB) als zuständiges Organ für die dritten Ligen es den Teams freigestellt hat, ob sie antreten oder nicht. Auf dem kurzen Dienstweg, im Telefonat der beiden Übungsleiter, fiel dann aber die Entscheidung zur Absage.

„Alle Maßnahmen waren absolut richtig und vernünftig“, sagt SVK-Trainer Schurr, „und die Horkheimer sind sicher froh darüber, dass wir nicht gespielt haben.“ Das Training hat der SVK ohnehin seit vergangener Woche ausgesetzt.

Stand Donnerstagnachmittag werden aktuell die Kontaktketten ermittelt, um herauszufinden, wer genau sich in Quarantäne begeben muss. Die Fäden laufen derzeit bei Mirko Henel, dem Sportlichen Leiter des Drittligateams, zusammen. „Mein aktueller Stand ist, dass alle, die Kontakt mit dem Spieler hatten, in Quarantäne müssen“, sagt er. Das betreffe dann praktisch alle Kornwestheimer Akteure. „Wie es mit den Trainern aussieht, wissen wir noch nicht genau“. Informationen vom Gesundheitsamt zu bekommen, sei momentan alles andere als einfach. „Die Rück-Info lässt auf sich warten“, so Henel, „außerdem brauchen wir keine Tipps für den Einzelnen, sondern welche für das große Ganze.“

Dass die Saison unter regulären Bedingungen zu Ende gebracht werden kann, erscheint immer fraglicher. Der Coronafall beim SV Kornwestheim wird nicht der einzige bleiben. In einer Liga mit 18 Mannschaften sämtliche Nachholpartien noch in den Spielplan pressen zu wollen, scheint Wunschdenken zu sein. Mirko Henel ist mit dem DHB hierzu in Kontakt. Beim Verband denke man laut seiner Aussage über einen Staffeltag im November nach, bei dem mögliche Szenarien für einen Fortgang der 3. Liga Süd diskutiert werden sollen – Ausgang offen.

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