Handball Schurr setzt auf gute Verteidigung

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Ein Härtetest für das Trikot: Auf Marvin Flügel (rechts, am Ball) und den SVK wartet eine intensive Partie. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Die Jungs waren richtig heiß, als sie am Dienstag wieder in die Halle kamen“, blickt SVK-Trainer Alexander Schurr zurück. Wegen eines Corona-Falls im Mannschaftskreis hatten sich die Handballer des SV Kornwestheim in Quarantäne begeben und die vergangenen beiden Partien in der 3. Liga gegen den TSB Heilbronn-Horkheim und Haspo Bayreuth verpasst. Ein Umstand, der mit Blick auf das Heimspiel am Samstagabend um 20 Uhr gegen den VfL Pfullingen das größte Manko sei. „Wir haben eigentlich nur eine Trainingswoche verpasst, und die Spieler haben individuell gearbeitet“, sagt Schurr, „aber der Spielrhythmus ist wegen der Pause natürlich weg.“

Torreiche Duelle in der Vorsaison

Dabei hatten die Kornwestheimer ihre gute Frühform mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vor allem die Defensivreihe des SVK funktionierte schon ganz nach dem Geschmack des Übungsleiters. „Darauf wird es am Samstag besonders ankommen, das Verteidigen“, sagt Alexander Schurr und wirft einen Blick zurück in die Vorsaison. Beide Duelle waren geprägt von echtem Toreregen: Im Hinspiel unterlag der SVK mit 39:41, und auch das Rückspiel ging mit 40:36 an die Pfullinger. „Die Offensive des VfL Pfullingen ist mit das Beste, was die 3. Liga zu bieten hat. Da müssen wir irgendwie dagegenhalten“, sagt Schurr. Die Form der Vorsaison, als die Pfullinger den zweiten Platz erreichten, haben die Gäste noch nicht erreicht. Von Verletzungssorgen geplagt setzte es zu Saisonbeginn gegen den HC Erlangen 2 und die TV Willstätt zwei Niederlagen. Die Kurve zeigt aber nach oben. Aus den vergangenen Partien holte der VfL vier Punkte und pirscht sich im Klassement der Südstaffel immer weiter nach vorne.

Und da gehört das Spitzenteam der Vorsaison laut SVK-Trainer Alexander Schurr mit Blick auf den Kader auch hin. Vor allem der Rückraum der Gäste ist brandgefährlich. Den Beweis in Sachen Treffsicherheit in der Vorsaison lieferten die Gäste eindrucksvoll. Über 32 Tore pro Partie markierten die Pfullinger im Schnitt. „Ganz stoppen werden wir sie nicht können“, sagt Schurr, der aber auf die eigene Offensivstärke verweist. Denn die Kornwestheimer stellten nach Pfullingen und Aufsteiger Fürstenfeldbruck die drittstärksten Offensive der Liga. „Wir haben genug Qualität im Angriff. Deshalb muss unser Rückzugsverhalten und die Zusammenspiel zwischen Torwart und Abwehr funktionieren“, sagt Schurr.

Lehmkühler und Henke fehlen dem SVK weiter

Noch nicht auf dem Spielfeld stehen werden Spielmacher Lukas Lehmkühler und Keeper Niko Henke. Lehmkühler ist nach seiner Meniskusverletzung im Knie zwar wieder ins Training eingestiegen, macht aber noch nicht alle Inhalte der Einheiten mit. „Wir steigern die Intensität Stück für Stück. Ich denke, dass er in zwei bis drei Wochen wieder dabei ist“, sagt Alexander Schurr. Etwas weiter weg liegt noch die Rückkehr von Niko Henke. Die Verletzung des Torhüters an der Hand sei etwas komplizierter, erklärt Schurr. „Aber das war schon länger klar.“

Insgesamt ist der Spieltag in der Südstaffel der 3. Liga an diesem Wochenende sehr übersichtlich. Corona-bedingt fallen fünf Partien aus. Damit können von den neun angesetzten Begegnungen lediglich vier ausgetragen werden.

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