Handball Schurr-Team reist mit freiem Kopf nach Oppenweiler

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Wollen mal wieder punkten: der SV Kornwestheim und Christian Wahl. Foto: Archiv/Ralf Porkert

Kornwestheim - Als der SVK das bislang letzte Mal beim HC Oppenweiler/Backnang antrat, war das Ergebnis vollkommen zweitrangig. Die Kornwestheimer hatten sich eine Woche zuvor im Heimspiel gegen Pfullingen die Drittligameisterschaft gesichert, dementsprechend war der Einsatzwille, sagen wir mal, eher nicht zu 100 Prozent vorhanden. Jetzt, an diesem Samstag, spielt der SVK erneut in der Gemeindehalle zu Oppenweiler. Und die Vorzeichen sind etwas andere als im vergangenen Jahr.

Denn hatte sich der HCOB in der vergangenen Saison zwei Spieltage zuvor vor dem Abstieg gerettet, kann das Team von Trainer Matthias Heineke nun durchaus noch unten reinrutschen. Allerdings hat der Tabellenzwölfte mit zuletzt zwei Siegen gegen Baden-Baden (36:33) und in Pfullingen (35:30) den Grundstein zum recht wahrscheinlichen Klassenverbleib gelegt. Und der SVK? Die Mannschaft von Coach Alexander Schurr sollte nach zwei knappen Niederlagen (28:29 in Konstanz, 27:29 gegen Saarlouis) besser gewinnen, um als derzeitiger Neunter die Chance auf Platz 6 und damit die direkte Qualifikation für den DHB-Pokal aufrecht zu erhalten.

Das soll nach dem freien Faschingswochenende nun mit freiem Kopf gelingen. „Es fällt mir aber nach wie vor schwer, den HCOB richtig einzuschätzen“, gesteht Schurr. Er könne sich nicht wirklich erklären, weshalb der Gegner so weit unten in der Tabelle stehe. Denn: „Die Mannschaft ist schon stark.“

Beim Blick in die Statistik fällt sofort ein Name auf: Marcel Lenz, Linksaußen und mit 153 Treffern (davon 66 Siebenmeter, Quote: 77 Prozent) drittbester Torschütze der Liga. „Aber Oppenweiler hat auch eine starke Rückraumachse“, fügt Alexander Schurr hinzu. Teil davon ist der in Kornwestheim wohlbekannte Kevin Wolf, der bis Mitte 2017 beim SVK gespielt hat. Aber auch Evgeni Prasolov, vor der Saison von der TGS Pforzheim gekommen, und Regisseur Jonas Frank sind wirklich starke Leute. „Genau wie die Linkshänder Ruben Sigle oder Felix Raff“, ergänzt der SVK-Coach.

Allerdings hat er auch einen Schwachpunkt ausgemacht: Beim Blick auf die aktuelle Tabelle offenbart der HCOB 684 Gegentore in 22 Partien – was einem Wert von 31 Gegentreffern pro Begegnung entspricht. Nur Tabellenschlusslicht TVS Baden-Baden und der TSV Neuhausen/Filder weisen schwächere Abwehrbilanzen auf. Exemplarisch dafür das Heimspiel des SVK gegen Oppenweiler Mitte Oktober 2018: Kornwestheim gewann mit 36:33. Defensivtüftler Schurr hat solche Spiele, in denen übermäßig viele Tore fallen, bekanntermaßen gar nicht gern. „Ich glaube, dass auch diesmal Kleinigkeiten entscheiden werden“, prognostiziert er. „Sollte keine Mannschaft über sich hinauswachsen oder total hinter den Erwartungen zurückbleiben, wird es eine enge Geschichte.“

Beim SVK fällt mit Hendrik Schoeneck (Schienbeinbruch) eine zentrale Stütze in der Abwehr aus. Auf Nachnominierungen verzichtet Schurr, da Stand Donnerstagnachmittag alle weiteren Akteure fit sind.

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