Handball Schurr-Team will Defensivbollwerk knacken

Von
Eigentlich treffsicher, zuletzt aber mit Steigerungspotenzial: SVK-Rechtsaußen Peter Jungwirth. Foto: Christine Biesinger

Kornwestheim - Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann SVK-Trainer Alexander Schurr gut leben. Ein Remis beim Drittliga-Mitfavoriten TGS Pforzheim, danach der gelungene Heimauftakt beim 31:24 gegen die TSG Haßloch – es hätte sehr viel schlechter laufen können. „Wir wissen aber auch, dass es noch Verbesserungspotenzial gibt“, betont Schurr mit Blick auf die in Sachen Trefferquote ziemlich missratene erste Halbzeit am vergangenen Samstagabend.

An diesem Samstag nun muss der SVK um 20 Uhr beim HC Oppenweiler/Backnang ran. Es ist ein Derby bei einem von Schurr hoch eingeschätzten Team. „Oppenweiler ist in den vergangenen Jahren immer ein wenig unter den Möglichkeiten geblieben“, so der Kornwestheimer Übungsleiter, „aber jetzt sind zu einer sowieso schon starken Mannschaft noch gute Leute dazugekommen.“ Damit meint Schurr zum einen Tim Düren (2,01 Meter), Kreisläufer und personifiziertes Abwehrbollwerk in Personalunion, der im Block neben seinem Positionskollegen Jakub Strýc (1,90 Meter) spielt. Flankiert wird das Duo von Ruben Sigle (rechter Rückraum, 1,90 Meter) und Nikola Vlahovic (linker Rückraum, 1,98 Meter). Zum anderen wäre da Keeper Felix Beutel, der vor der Saison aus Kornwestheim kam und seinen Teil als starker Rückhalt beitragen wird. „Gegen diese Abwehrwand müssen wir ein Mittel finden“, fordert Schurr.

Der HCOB hat zum Saisonauftakt mit 31:24 gegen den Aufsteiger TSV Blaustein gewonnen. Im zweiten Spiel gab es allerdings eine 27:30-Niederlage beim Mitfavoriten HBW Balingen-Weilstetten 2 für das Team von Trainer Matthias Heineke. „Trotzdem glaube ich, dass Oppenweiler jetzt wesentlich mehr Stabilität hat als zuletzt“, mutmaßt Schurr – der vermutet, dass sich der HCOB bei aller Zurückhaltung sehr wohl eine vordere Platzierung ausrechnet.

Und vor dem Derby gegen den SVK ist man in Oppenweiler ohnehin motiviert. „Aber wir wollen es dem Gegner so schwer wie möglich machen und das Spiel offen halten, so lange es geht“, übt sich Alexander Schurr vor der Begegnung in leichtem Understatement.

Regisseur Jan Reusch wird den Kornwestheimern weiterhin mit einer Bauchmuskelzerrung fehlen. Wieder mit von der Partie ist Kapitän Christopher Tinti im rechten Rückraum nach überstandener Sprunggelenkverletzung. Bis zum Winter muss der SVK nun aber auf Allrounder Christian Wahl verzichten, der zum Studium in Schanghai weilt.

Artikel bewerten
1
loading
 
 

Sonderthemen