Handball Schurr über erste Hälfte: „Das war furchtbar“

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Stark: SVKler Nico Hiller Foto: Ralf Porkert

Kornwestheim - Eine erste Halbzeit zum Vergessen, die zweite dann dominant: Im Bezirksderby beim HC Oppenweiler/Backnang hat der SV Kornwestheim zwei vollkommen unterschiedliche Gesichter gezeigt. „In der ersten Hälfte sah es fast schon nach einem Debakel für uns aus. ­Danach wurde es aber ein Derby par ex­cellence“, fasste SVK-Trainer Alexander Schurr zusammen. Am Ende trennten sich die beiden Teams in der Gemeindehalle zu Oppenweiler mit 31:31.

Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen und der Faschingspause hätte dem SVK auf Drittligaplatz 9 ein Sieg beim Zwölften ­gutgetan. „Es war dann aber wohl ein gerechtes Unentschieden“, so Schurr. Seine Mannschaft hatte zwar erneut die Chance, mit der letzten Aktion die Begegnung vielleicht doch für sich zu  entscheiden. Doch nach einer Auszeit bei eigenem Ballbesitz 15 Sekunden vor Schluss ging der SVK nicht mehr volles Risiko und brachte den Ball so auch nicht mehr vernünftig aufs Tor. „Das Spiel in Konstanz haben in solchen Situationen natürlich noch alle im Hinterkopf“, mahnte Schurr. Beim Tabellenführer hatten seine Schützlinge Mitte Februar die große Chance – verloren dann kurz vor dem Ende aber den Ball und schließlich auch noch das Spiel.

Die eigentliche Krux der Partie in ­Oppenweiler war aber eine schwache erste Hälfte des SVK. „Das war furchtbar“, lautete Schurrs Fazit, „wir sind überhaupt nicht da gewesen und haben 20 Tore kassiert, was für mich wirklich ernüchternd ist.“ In der Abwehr hatte sein Team größte Schwierigkeiten gegen einen HCOB, der schnell spielte und einiges riskierte, dafür aber auch belohnt wurde. „Damit sind wir überhaupt nicht klargekommen“, so Schurr. Auch Felix Beutel im Kornwestheimer Tor bekam überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel. Er musste gegen seinen zukünftigen Club in der 20. Minute für Pascal Welz Platz ­machen. Dem gelang im Anschluss etwas mehr, in Durchgang 2 lieferte er sogar eine richtig starke Leistung ab – inklusive eines Treffers. Zum Ende der ersten 30 Minuten war es nur den ordentlichen Angriffsaktionen des SVK zu verdanken, dass es nur 16:20 hieß.

Und darauf baute das Schurr-Team auf. In der 42. Minute waren die Gäste durch ein Tor des bärenstarken Kreisläufers Nico Hiller erstmals auf einen Treffer dran (23:24). Doch es dauerte neun weitere Minuten, bis erstmals Gleichstand herrschte. Peter Jungwirth traf in der 51. Minute zum 27:27. In der zweiten Hälfte hatten auch Tim Scholz, Jan Reusch und der spitzenmäßig aufgelegte Christian Wahl (Top­scorer der Begegnung mit neun Toren) ­großen Anteil an der deutlichen Verbesserung des Kornwestheimer Spiels.

Nach Jungwirths Ausgleichstreffer ging es bis zum Ende hin und her. Für die beiden letzten Tore der Partie sorgten zunächst SVK-Kapitän Christopher Tinti zur 31:30-Führung für seine Farben. Den Endstand stellte Oppenweilers Jonas Frank (mit sechs Toren gemeinsam mit Ruben Sigle bester Schütze des HCOB) her. Ex-SVKler Kevin Wolf kam aufseiten der Hausherren am Ende auf fünf Treffer. „Hätte mir ­jemand in der Pause gesagt, dass wir noch Unentschieden spielen, hätte  ich  das so­fort unterschrieben“, gestand Alexander Schurr, der seine Mannen dafür lobte, sich angesichts der intensiven Atmosphäre in der Gemeindehalle doch noch herangekämpft zu haben.

Im nächsten Spiel empfängt der SVK am Sonntag, 17. März, um 17 Uhr den Tabellendritten Rhein-Neckar Löwen 2. Dann ­jedoch wird eine starke Halbzeit nicht ­reichen, um Zählbares in der Osthalle ­behalten zu können. SV Kornwestheim
Beutel (1.-20. Minute), Welz (20.-60. Minute) (1) – Scholz (1), Großmann, Wahl (9/3), Reusch (2), P. Jungwirth (5/2), Kugel (1), Tinti (2), Steffens, Hiller (5), Emrich (1), Flügel (4)

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