Handball Spiele um die „sehr goldene Ananas“

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Markus Lenz kann bisher ganz zufrieden sein. Foto: Archiv/Peter Mann

Kornwestheim - Die Handball-Frauen des SV Kornwestheim stehen zur Pause rund um den Jahreswechsel gut da. Platz 3 in der Landesliga war vor der Saison nicht abzusehen gewesen. Kurz vor Rundenbeginn gab es eine echte Hiobsbotschaft: Leistungsträgerin Daniela Bahmann hatte sich in der Schlussphase der Vorbereitung schwer verletzt, woraufhin Trainer Markus Lenz die Spielzeit fast schon abgeschrieben hatte. Doch dann kam es anders.

Die Erwartungen

„Das war so nicht abzusehen“, sagt Lenz. Daniela Bahmanns Bänderriss im Sprunggelenk ließ die Erwartungen des Coaches an die Spielzeit gewaltig sinken. Ursprünglich hatte es eine bessere Platzierung als der sechste Rang der Vorsaison werden sollen. Aber nun, ohne die Top-Akteurin im linken Rückraum? „Irgendwie hat diese Situation bei den anderen Spielerinnen Kräfte mobilisiert“, so Lenz. Die Mannschaft sei merklich zusammengerückt, nach dem Motto: „Jetzt erst recht“.

Der Saisonstart

Der gelang noch nicht. 27:31 hieß es gegen den TV Flein, eines der besten Teams der Liga. Allerdings musste der SVK nicht nur auf Daniela Bahmann, sondern auch auf Rückkehrerin Svenja Biehl, Susanne Seifert, Kim Callan und Eva Bäuerle verzichten. Dass danach erst mal vier Siege folgen sollten, konnte dennoch niemand ahnen.

Nur noch zwei weitere Pleiten

Im weiteren Saisonverlauf stabilisierte sich die Mannschaft. „Wir haben nicht immer überragend gespielt, aber trotzdem gewonnen“, fasst der Trainer zusammen. Und dass es beim Tabellenführer HSG Böblingen/Sindelfingen am sechsten Spieltag eine klare 15:27-Klatsche setzte, hatte Gründe. „Die HSG hat erfahrene Spielerinnen, da sind wir einfach noch nicht reif genug“, so Lenz. Und der Zweite TV Flein, bei dem es zum Rückrundenbeginn Mitte Dezember abermals eine Pleite gab (21:28)? „Die haben junge Auswahlspielerinnen, die auch schon Angebote von Bundesligisten haben“, begründet Lenz. Insgesamt habe sein Team sich aber von beiden Teams deren Spiel aufzwingen lassen – ein Fehler.

Die Neuen

„Der Apparat an sich ist zusammengeblieben“, sagt Lenz. Und mit Carina Lüders habe man eine sehr starke Torhüterin hinzubekommen, die mit Romina Holzer gut harmoniere. „Die beiden wechseln sich gegenseitig aus, das ist ein gutes Zeichen“, lobt der Coach. Svenja Biehl ist nach ihrem Auslandsaufenthalt keine wirklich Neue, dafür derzeit in guter Form. Und auch Nina Haug, die aus der zweiten Mannschaft aufrückte und in dieser Spielzeit bislang 44 Tore gemacht hat, ist eine absolute Verstärkung.

Der Rest der Saison

„Wir werden nichts geschenkt bekommen und werden sicher auch stolpern“, ist Markus Lenz überzeugt. Wenn es für andere um den Klassenverbleib gehe, könne es schwierig werden – „wenn man selbst nur noch um die goldene Ananas spielt, die bei uns aber sehr golden ist“. Er wolle zunächst intern über ein bestimmtes Ziel diskutieren. Für sich selbst hat er klar definiert: „Platz 3 zu halten ist absolut drin.“

 
 

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