Handball SVK in Oppenweiler mit erster Saisonpleite

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Blieb in Oppenweiler ohne Tor: Kornwestheims Jan Hellerich. Foto: Ralf Porkert

Kornwestheim - Am dritten Spieltag der 3. Bundes­liga Süd war es soweit: Der SV Kornwestheim hat die erste Saisonniederlage kassiert. Beim HC Oppenweiler/Backnang setzte es für die Mannschaft von Trainer Alexander Schurr eine 29:33 (11.16)-Pleite. „Unsere Chancenverwertung war nicht gut genug, außerdem haben wir in der Abwehr zu selten Zugriff gefunden“, analysiert der Coach.

Der SVK kam gut ins Spiel und lag rasch mit 3:1 in Führung. Doch der HCOB blieb dran und schob sich vorbei (4:5 aus Kornwestheimer Sicht, 11.). In der 18. ­Minute hieß es 7:9 gegen die Gäste – zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren bereits fünf Siebenmeter zugesprochen bekommen, die Linksaußen Marcel Lenz allesamt verwandelt hatte. Am Ende sollte er bei sieben Versuchen bei einer hundertprozentigen Erfolgsquote stehen. Außerdem wurde Lenz mit zwölf Treffern ins­gesamt bester Scorer der Begegnung. Zur Pause lag der SVK mit 11:16 zurück – auch, weil die Abwehr der Hausherren gut stand und der Ex-Kornwestheimer Felix Beutel im Tor einige gute Paraden zeigte. „Bei 29 Toren kann man aber nicht sagen, dass wir    allein an der gegnerischen Abwehr ­gescheitert sind“, betont Schurr.

Nach Wiederbeginn kam der SVK allerdings schnell näher. Nach zwei Treffern von Aktivposten Hendrik Schoeneck und einem von Peter Jungwirth hieß es in der 35. Minute nur noch 14:16, Jungwirth stellte wenig später sogar auf 17:18 (38.). Die drohende Gefahr vor Augen, nahm HCOB-Coach Matthias Heineke eine ­Auszeit – und erwischte damit genau den richtigen Zeitpunkt. Denn danach lief es wieder besser für die Gastgeber. In Person von Kevin Wolf trug ein weiterer ehemaliger SVKler mit zwei Treffern dazu bei, dass es in der 43. Minute schon wieder 18:23 aus Warte der Gäste hieß. „Wenn man so eine Aufholjagd hinlegt, überdreht der ein oder andere Spieler und will zuviel“, so Schurr, „gerade in einer so jungen Mannschaft wie unserer.“ So habe man das Erarbeitete direkt wieder hergegeben.

Lediglich kurz vor Spielende, in der 55. Minute, rückten die Kornwestheimer durch Peter Jungwirths dritten Treffer noch einmal auf zwei Tore heran (26:28). „Aber dann muss alles für einen laufen, wenn in dieser Phase noch was gehen soll“, so Schurr. Mehr war bis zur Schlusssirene also nicht mehr drin. Am Ende hieß es 29:33.

„Wir waren mit dem Kopf nicht hundertprozentig bei der Sache“, fasst Schurr zusammen. Und insgesamt habe die ­Cleverness und die Coolness gefehlt. „Aber, und auch das muss man sagen: Diese Niederlage ist kein Beinbruch“, so Schurr, dessen Mannschaft nach drei Spielen den neunten Platz belegt. Nun stehen zunächst zwei Heimspiele an: am Sonntag, 15. September, gegen den Aufsteiger TV Plochingen und am Freitag, 20. September, gegen den TuS Fürstenfeldbruck. SV Kornwestheim
David, Huber, Welz – Flügel (4), Hellerich, Hiller (5), P. Jungwirth (3), Kazmeier (5/2), Kugel, Schoen­eck (4), Scholz (3), Steffens (3), Tinti (1), Zeppmeisel (1)

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