Handball SVK: keine Punkte in Pfullingen

Von Melanie Bürkle
Der SVK verliert in Pfullingen. Foto: picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Der VfL Pfullingen hatte am Samstagabend vor heimischem Publikum den längeren Atem. Zwar versuchte der SV Kornwestheim bis zum Schluss jeden Fehler der Gastgeber hart zu bestrafen, doch es schlichen am Ende sich zu viele Leichtsinnsfehler – „unforced errors“ wie SVK-Trainer Alexander Schurr es nannte – ein. „Es fehlte uns ein wenig die Leichtigkeit im Spiel, auch wenn es taktisch sehr gut war“, zog der Coach nach der 29:33-Niederlage Resümee. Denn die Lurchis waren am Samstagabend in der Drittliga-Partie mehr als nur ein „undankbarer Gegner“, wie Schurr seine Sieben vorab selbst bezeichnet hatte. Das Team war dem Tabellensiebten ebenbürtig.

Der VfL Pfullingen scheiterte sogleich beim ersten, wenn auch ausführlich vorbereiteten Angriff an SVK-Keeper Jan David. Kein allzu schlechtes Omen für die angereisten SVKler. Doch auch jenen gelang erst beim zweiten Konter dank Marco Lantella die 1:0-Führung. Anspannung und Unsicherheit auf beiden Seiten durchzog die ersten Minuten. Bei den Gastgebern machten sich technische Fehler breit. Zudem liefen sie sich häufig in der Kornwestheimer Abwehr fest. Die offene Defensive der Schurr-Sieben bereitete den Pfullinger Schwierigkeiten, Fehlwürfe waren die Folge.

Nur: Den Gästen erging es nicht viel besser. Zwar konnte sich der SVK zur elften Spielminute durch einen Treffer vom Ex-Pfullinger Nico Hiller und einem kurz darauf gnadenlos versenkten Ball von Felix Kazmeier mit drei Treffern auf 6:3 absetzen, doch dann geriet der Angriff der Mannschaft wieder ins Stocken. Die Abwehrleistung indes war auf beiden Seiten stark. Nach fast 20 Minuten stand es 7:7. Das 13:14 zur Halbzeit war ohne große Aussagekraft.

In der zweiten Hälfte war weiterhin alles drin, die Partie offen wie zu Beginn. In der 42. Spielminute verwandelte Kazmeier seinen vierten Siebenmeter zum 22:21. Daraufhin folgte der Ausgleich der Gastgeber, dann ging drei lange Minuten auf beiden Seiten nichts mehr. 23:23, 24:24 – und in der 53. Spielminute gelang den Pfullinger das 26:24 - war das die Entscheidung? Nein, Jan Reusch verkürzte nochmals auf 25:26, der SVK war weiter dran.

Die letzten 180 Sekunden entschieden. Und nun zeigte Pfullingens Keeper Simon Tölke seine Klasse. Den Rest übernahm die Halle, die lautstark hinter den Hausherren stand. Der SVK agierte hingegen etwas unsicher, in der 59. Minute war aber noch immer alles drin (29:30). Doch jetzt machte der letztjährige Fast-Aufsteiger die Treffer und für den SVK war nichts mehr zu machen.

SV Kornwestheim: David (1.-60.), Welz – Bartsch, Wolf (1), Reusch (4), Jungwirth (3), Zeppmeisel, Kugel, Kazmeier (10/4), Schoeneck, Lantella (4), Pichler, Döll (5), Hiller (2), Joneleit

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