Handball SVK mit überragender Abwehrarbeit

Von
Drei Tore: Youngster Finn Joneleit. Foto: Peter Mann (Archiv)

Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim geben sich weiterhin keine Blöße. Nachdem der Saisonstart mit zwei Siegen schon perfekt ausgefallen war, ließ das Team von Trainer Alexander Schurr am Samstagabend den dritten folgen. Bei der SG Köndringen-Teningen gab es einen klaren 34:24 (18:6)-Erfolg. Vor allem in der ersten Hälfte glänzte der SVK in der Defensive. Bei einem Zwölf-Tore-Vorsprung nach 30 Minuten war die Entscheidung in Südbaden schon früh gefallen.

Nach dem 4:4 „knallt’s richtig“

„Es war ein außergewöhnliches Spiel“, lobt Schurr seine Mannen. Bis zum 4:4 (11.) war die Sache noch ausgeglichen. „Und dann knallt’s richtig“, umschreibt der Kornwestheimer Trainer das, was sich den Zuschauern in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle bot. Sein Team verteidigte überragend, vor allem in Person von Christopher Tinti, Hendrik Schoeneck und Fabian Kugel. Zudem dürfte SVK-Torspieler Jan David in den ersten 30 Minuten auf eine Haltequote von zwischen 60 und 70 Prozent gekommen sein. Im Angriff brachten die Gäste ein ums andere Mal ihr Tempospiel durch. „Und auch im Positionsangriff haben wir fast immer Lösungen gefunden“, fügt Schurr hinzu.

So lag sein Team zum Seitenwechsel mit 18:6 in Führung. „In der Pause haben wir uns dann vorgenommen, das Ganze seriös zu Ende zu spielen“, so der Übungsleiter. Von etwaigen Wermutstropfen wolle er auch gar nicht anfangen – obwohl ihm die 18 Gegentore, die sein Team im zweiten Durchgang kassierte, ein bisschen zu viel gewesen seien.

Schurr nutzt die Gelegenheit, der Jugend den Vortritt zu lassen

Das lag aber auch daran, dass Schurr die Gelegenheit nutzte, seinen jungen Spielern ausgiebig Einsatzzeit zu verschaffen. In der zweiten Halbzeit stand beim SVK phasenweise eine erweiterte A-Jugend auf der Platte: Marco Lantella, Finn Joneleit (der drei Tore erzielte und zwei Siebenmeter herausholte), Luk Bartsch (ein Tor), Tim Zeppmeisel (drei Tore) und Tobias Pichler (ein Tor) durften gleichzeitig ran. Einzig Jan Döll und Kapitän Christopher Tinti, die sich im rechten Rückraum abwechselten, trieben bei den Feldspielern den Altersschnitt nach oben.

So führt der SVK als eines von drei verlustpunktfreien Teams nach drei Spieltagen die Tabelle an. „Im Oktober kommen aber Gegner, da sind wir ein ganz kleines Lichtlein“, weiß Schurr. Nach dem kommenden Heimspiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim heißen die Kontrahenten SG Pforzheim/Eutingen, Rhein-Neckar Löwen II, TuS Fürstenfeldbruck und HC Oppenweiler/Backnang. Kurzum: Es schadet dem SVK in keiner Weise, jetzt schon ein Punktepolster angesammelt zu haben. SV Kornwestheim: Henke, David – Bartsch (1), Wolf (4), Reusch (1), Jungwirth (4), Zeppmeisel (3), Kugel (5), Kazmeier (8/5), Tinti (1), Schoeneck (1), Lantella, Pichler (1), Döll (2), Hiller, Joneleit (3)

Artikel bewerten
0
loading