Handball SVK: Reise zum taumelnden Topteam

Von Marius Venturini
Ex-Pfullinger beim SVK: Kreisläufer Nico Hiller tritt mit Kornwestheim bei seinem ehemaligen Verein an. Foto: avanti (Archiv)

Nimmt man es rein sportlich, haben die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim (6.) zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen – und das zum Teil gegen echte Topmannschaften. Am Grünen Tisch ist der Derbysieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang von Ende Oktober zwar im Nachhinein noch weggefallen – dem SVK war beim Ausfüllen des Spielerbogens vor der Begegnung ein Fehler unterlaufen. Doch die Erfolge bei der SG Leutershausen (38:37) und gegen den TSV Neuhausen/Filder (47:39) stehen festgeschrieben in den Büchern. Und mitten in dieser Erfolgswelle wartet eine weitere Spitzenmannschaft auf die Schützlinge von Coach Alexander Schurr. Am Samstag um 20 Uhr spielen die Kornwestheimer beim VfL Pfullingen (7.).

Schurr: „Wir sind ein sehr undankbarer Gegner“

„Der VfL hat in der jüngeren Vergangenheit mindestens einmal zu oft verloren“, spielt Schurr auf die aktuellen Ergebnisse der Gastgeber – 31:33 in Baden-Baden und 34:35 bei Balingen II – an. Eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg in die 2. Bundesliga gescheitert sei, stelle sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz andere Resultate vor. „Das passt sicher nur bedingt in den Plan einer Topmannschaft“, so Schurr, der sein Team zwar als Außenseiter, aber wahrhaftig nicht chancenlos sieht. „Wir sind ein sehr undankbarer Gegner.“

Doch stark ist der VfL allemal. „Es ist eine über Jahre gewachsene Mannschaft“, so Schurr, der Akteure wie Niklas Roth im linken Rückraum und dessen Pendant Lukas List auf der rechten Seite hervorhebt. Letzteren hält Schurr für einen „Erfolgsfaktor, der zu Unrecht häufig unterschätzt“ werde. Auch Rückraum-Ass Lukas Fischer sei ein torgefährlicher Spieler. Zudem habe sich der VfL in Person von Jannik Hausmann noch Bundesligaerfahrung in den Kader geholt – über die auch Kreisläufer Nils Röller verfügt. Er steht eigentlich in Diensten von Frisch Auf Göppingen und tritt per Zweitspielrecht für Pfullingen an. „Sie sind in der Spitze und in der Breite wirklich gut besetzt“, so Schurr, der am Samstagabend eine „superspannende Partie“ erwartet.

Einige Akteure fehlen in Kornwestheimer Reihen

Dem SVK fehlen jedoch ein paar Akteure: Rückraum-Aktivposten Marvin Flügel ist schon seit der Vorbereitung mit einem Achillessehnenriss in Rekonvaleszenz, Torspieler Niko Henke ist nach einer Ellenbogen-OP noch nicht wieder einsatzbereit. Kapitän Christopher Tinti wird nach seiner Bänderverletzung in diesem Jahr keine Partie mehr absolvieren. Trotzdem – und trotz der eher mäßigen bisherigen Bilanz gegen den VfL – blickt Schurr positiv auf die Begegnung in der Pfullinger Kurt-App-Sporthalle. „Wir freuen uns jetzt wirklich“, beteuert er.

Wenn der SVK diese Hürde hinter sich gebracht hat, wartet am Samstag, 19. November, das nächste Heimspiel in der Osthalle. Dann gastiert der derzeitige Tabellenachte HBW Balingen-Weilstetten II in Kornwestheim.

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