Handball Über 100 Talente lachen und schwitzen

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Der Spaß kommt nicht zu kurz: das Handballcamp des SVK. Foto: Dominik Florian

Kornwestheim - Ausgepumpt, aber mit strahlenden Augen schnappen sich die jungen Handballer und Handballerinnen in einer kurzen Pause im Foyer der Osthalle ihre Wasserflaschen und nehmen einen großen Schluck. Danach stürmen sie wieder aufs Parkett, um keine Sekunde der Vormittagseinheit zu verpassen. Der Spaß am Handball-Camp des SV Kornwestheim ist den Mädchen und Jungen im C-Jugend-Alter am Donnerstagvormittag deutlich anzusehen. Doch nicht nur in Osthalle sind die insgesamt über 100 Nachwuchstalente von der F- bis zur A-Jugend in dieser Woche am Ball gewesen: Auch durch die Hanspeter-Sturm-Stadionhalle, die Realschulhalle und die Rechberghalle flogen von Montag bis Donnerstag die Handbälle. „Wir wollten das Handballcamp trotz der Einschränkungen stattfinden lassen. Deshalb war es eigentlich eine doppelte Premiere“, sagt Tanja Bahmann, Jugendleiterin der SVK-Handballabteilung.

Denn in diesem Jahr hat die Abteilung – und nicht, wie in den Jahren zuvor, die Sportschule Viva Nova – die Organisation übernommen. Zudem bringt das eigens ausgearbeitete Hygienekonzept weitere Neuerungen mit sich. So sind die Trainingsgruppen von maximal 20 Teilnehmern die gesamten vier Tage nach Jahrgängen voneinander getrennt und absolvieren die Einheiten in einer der vier Hallen. Des weiteren gelten auf und neben dem Spielfeld strenge Regeln: Unter anderem gilt außerhalb der Trainingsfläche Maskenpflicht, regelmäßige Desinfektion der Hände ist Pflicht und geduscht wird zuhause. „Die Teilnehmer haben die Vorgaben von uns wirklich super umgesetzt, sodass das Hygienekonzept wirklich gut funktioniert hat“, sagt Tanja Bahmann. „Und der Spaß ist nicht zu kurz gekommen.“

Weil die Saison im März auch bei den jungen Handballerinnen und Handballern coronabedingt abrupt endete, sei die Freude, nach langer Zeit wieder den Ball in der Hand zu haben, besonders groß gewesen – bei Teilnehmern und Trainern. „Die Nachfrage in diesem Jahr war so groß wie noch nie“, sagt Tanja Bahmann, „dazu haben wir noch ein qualifiziertes Team von Trainerinnen und Trainern zusammen bekommen.“ Rund drei Viertel der 102 Jungen und Mädchen kamen aus der Handballabteilung des SVK.

Als Überraschung tauchte unter den Übungsleitern mit Jan Reusch, Jan David, Felix Kazmeier, Marvin Flügel, Nico Henke und Peter Jungwirth ein Sextett der Drittliga-Mannschaft auf. Ein weiterer Überraschungsgast musste schweren Herzens absagen: „Wir hatten bei Mimi Kraus von der SG BBM Bietigheim angefragt und er wollte auch kommen“, erzählt die Jugendleiterin. Wegen der Hygieneauflagen in der Vorbereitung des Zweitligisten sei der Besuch des Weltmeisters von 2007 aber geplatzt. Doch auch ohne die prominente Unterstützung von der Seitenlinie lernen die jungen Talente vom Individualtraining über Abwehr- und Angriffsübungen auch vieles Neues im Bereich Teambuilding. „Nicht nur sportlich lernen die Teilnehmer neue Übungsformen, es werden in den Tagen auch viele Freundschaften geknüpft“, sagt Tanja Bahmann. „Deshalb bin ich mir sicher, dass alle, die dabei waren, die Tage nicht so schnell vergessen werden.“

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