Kampfsport Bestenliste: Peters kämpft sich auf Platz 1

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Keine Grenzen: Sandro Peters über den Dächern von Athen Foto: z

Kornwestheim - Der Coach ist voll des Lobes. „Wir haben als kleines Team wirklich Eindruck gemacht“, berichtet Lazaros „Lalli“ Emmanouilidis vom Trip zur Athens Challenge in Griechenlands Hauptstadt. Gut und lehrreich sei es gewesen, „und es hat Spaß gemacht“ – das Fazit für seine Pointfighter fällt rundum positiv aus.

Besonders für einen: „Was Sandro Peters da abgeliefert hat, das war ja fast schon furchteinflößend“, so Lalli. Und in der Tat: Bei den Junioren bis 79 Kilogramm konnte dem Kornwestheimer niemand das Wasser reichen. Seinen Kontrahenten, allesamt aus Griechenland, ließ er in drei Kämpfen nicht den Hauch einer Chance und holte sich souverän die Goldmedaille. Bei den Männern bis 85 Kilogramm wurde es Silber: Im Finale zog er gegen den Ungarn Alex Veres aus dem renommierten Kiraly-Team mit 7:11 den Kürzeren. Platz 3 gab’s außerdem im Grand-Champion-Wettbewerb der Junioren: In einem dramatischen Kampf gegen den griechischen Top-Athleten Dimitrios Economo hieß es am Ende 7:8. Kurz vor Schluss landete Peters einen Kopftreffer, dem die Kampfrichter jedoch die Anerkennung verweigerten. „Hätte, wenn und aber“, so Lalli, „der Sport ist so schnell, die Kampfrichter machen das ja nicht bewusst.“

Peters’ Sieg bei den Junioren hatte zudem einen schönen Nebeneffekt: Im „Alltime-Ranking“ des Weltverbandes Wako (World Association of Kickboxing Organizations) steht er nun auf Rang 1. „Darauf haben wir hingearbeitet“, so Lalli, „wir sind nicht nur zum Sightseeing nach Athen geflogen.“

Der zweite große Kornwestheimer Hoffnungsträger Nikos Panagiotidis wurde im Grand-Champion-Wettkampf Fünfter, ebenso in der Klasse bis 69 Kilogramm bei den Männern. Zwei Medaillen holte aber auch er: In den Juniorenklassen bis 69 und bis 74 Kilogramm wurde es jeweils Rang 3.

Besonderes Augenmerk wurde Loukas Aravidis zuteil. Seine Eltern waren einst aus einem kleinen Dorf nahe Athen ausgewandert, nun kehrte die Familie zurück, worüber auch die lokalen Zeitungen berichteten. Bei den Younger Cadets bis 32 Kilogramm holte das Kornwestheimer Talent zwei Medaillen: Gold bei den Beginnern – dort belegte Vassilios Chotzidis Rang 9 – und Silber bei den Fortgeschrittenen. Hier wurde Fotis Selalmatzidis ebenfalls Neunter, im regulären Wettkampf der Younger Cadets bis 32 Kilogramm holte er Platz 5. Sein Bruder Ioannis Selalmatzidis durfte sich über zwei Medaillen freuen: Jeweils in der Fortgeschrittenen-Kategorie der Older Cadets ab (Bronze) und bis (Silber) 69 Kilogramm. Im übergreifenden Older-Cadets-Wettbewerb wurde er Fünfter.

Nicht nur einmal habe er Gänsehaut gehabt, gesteht Coach Lalli. „Wir haben uns diese Plätze erkämpft und wir wissen, wo wir stehen.“ Und, was genau so wichtig sei: „Wir werden langsam bekannter. Und so ergeben sich für uns ganz neue Möglichkeiten.“

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