Kornwestheim A-Junioren stehen im Finale

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Zwei Treffer fürs Endspiel: Paul Schreiner und die SVK-A-Jugend stehen im Finale um den Einzug in die Jugend-Bundesliga. Foto: Archiv/Horst Dömötör

Kornwestheim - Moritz Lunz machte das, was ein Handballtorwart eben im Optimalfall macht, wenn er für einen Siebenmeter eingewechselt wird: Er hält das Ding. Der Keeper der SVK-A-Junioren behielt beim 23:21 (13:15)-Heimsieg gegen die Jugendhandball-Akademie Neuhausen-Ostfildern (Jano) am Sonntagmittag gleich zweimal die Nerven. In der 38. Minute scheiterte Lenny Piskureck von der Linie, in der 55. Minute versuchte es Dado Sokcevic erfolglos. So war Moritz Lunz, der Schlussmann mit der Rückennummer 1, einer der großen Helden in Reihen der Kornwestheimer, die nach wie vor von der Teilnahme an der Jugend-Bundesliga träumen dürfen. Es wäre das erste Mal, dass eine Mannschaft des SVK diesen Sprung schafft.

„Für uns ist es eine einmalige Chance“, sagt Handball-Abteilungsleiter Andreas Postl, „und es wäre schön, wenn die Jungs am Wochenende den Sack zumachen.“ Am Samstag und Sonntag stehen die beiden entscheidenden Begegnungen um den Einzug ins deutsche Jugend-Oberhaus an: Dann spielt das Team von Trainer Marc Pflugfelder in Hin- und Rückspiel gegen die SG Ottenheim/Altenheim, den Vertreter des Südbadischen Handballverbands. Partie Nummer 1 steigt am Samstag um 18 Uhr in der Osthalle, am Sonntag tritt der SVK um 16 Uhr in der Fremde an.

Kleine Fehler bringen Gegentore

„Es sind hart erarbeitete zwei Endspiele“, sagt Coach Pflugfelder, selbst einst im Kornwestheimer Drittligateam aktiv. Denn im Kräftemessen mit Neuhausen-Ostfildern habe sich seine Mannschaft ab und an selbst das Leben schwer gemacht. „Wir hatten den Gegner so oft im Zeitspiel und haben dann nach kleinen Fehlern doch noch das Tor kassiert“, moniert er. Hinten raus habe sich das dann allerdings geändert. Christian Franz (57.) und Finn Joneleit (60.) sorgten schließlich vor knapp 200 Zuschauern für die späte Wende, nachdem der SVK die gesamte zweite Halbzeit über einem Rückstand hinterhergelaufen war.

Nun bietet sich den A-Junioren die Chance auf den großen Coup namens Bundesliga. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt“, gesteht Pflugfelder, „aber wir werden uns in dieser Woche gewissenhaft vorbereiten.“ Und dann, so hofft er, wird die Euphoriewelle seine Schützlinge weitertragen. Aufgesprungen auf die Woge sind die SVKler übrigens schon im April, als sie wieder trainieren durften. „Da waren alle schon Feuer und Flamme, und ich glaube, dass sie sich auch jetzt noch keine großen Gedanken machen.“ Das Motto laute: Hauptsache wieder spielen, egal in welchem Wettbewerb. So kam es dann auch, dass der SVK vor gut einer Woche in der ersten Qualifikationsrunde die SG BBM Bietigheim in eigener Halle mit 29:25 bezwang und sich so das Spiel gegen die Jano verdiente.

Tickets online erhältlich

„Wir sind stolz auf die Mannschaft, egal, wie es am Ende ausgeht“, betont Abteilungsleiter Postl vor dem entscheidenden Wochenende. Für das Heimspiel darf der SVK auch wieder mit Ticketeinnahmen rechnen – in den beiden vorangegangenen Partien durfte der Verein kein Geld verlangen, da es sich um Jugendspiele auf Ebene des Handballverbandes Württemberg (HVW) gehandelt hatte. Nun, beim großen Finale, bewegt man sich auf dem Level des Deutschen Handballbundes (DHB), was Einnahmen ermöglicht. Karten werden online verkauft.

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