Kornwestheim „Alle Mitarbeiter sind in Bereitschaft“

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Kinderbetreuung ist im Moment ein heißes Thema. Die Ravensburger Kinderwelt macht jetzt ein besonderes Angebot. Foto: dpa

Kornwestheim - Wir rechnen nicht damit, dass wir an unsere Kapazitätsgrenzen kommen. Aber selbst wenn uns die Leute die Bude einrennen sollten, sind wir gerüstet. Alle Mitarbeiter sind in Bereitschaft“, sagt Pressesprecherin Heidi Raml vom Ravensburger-Hauptstandort in Meckenbeuren.

Für Familien, die weiterhin vom Streik betroffen sind, bietet die Kinderwelt an den Streiktagen der kommenden Woche im Zeitraum zwischen 8 und 14 Uhr freien Eintritt für Kinder, deren Eltern in Betreuungsnot sind. Falls keine Erziehungsberechtigten oder andere Erwachsene mitkommen könnten, die der Aufsichtspflicht nachkämen, würden geschulte Mitarbeiter die Betreuung während des gesamten Aufenthaltes übernehmen, erklärt Heidi Raml. In diesem Fall müssen die Eltern eine Haftungsfreistellungserklärung unterschreiben, die an der Kasse zu haben ist.

Räumlich stehe nicht nur die Kinderwelt zur Verfügung, sondern es gebe auch Kapazitäten im benachbarten Schülerhort, so die Auskunft der Pressesprecherin. Das kostenlose Angebot des städtischen Eigenbetriebs gilt jedoch nur für Familien mit Erstwohnsitz in Kornwestheim. Kindern aus Streik-Einrichtungen in benachbarten Kommunen erhalten an den Streiktagen aber immerhin vergünstigten Eintritt.

„Wir sprechen speziell Eltern von Kindergartenkindern im Alter von drei bis sechs Jahren an“, sagt Oberbürgermeisterin Ursula Keck über das Angebot. „Im Kindergartenbereich wirken sich die Konsequenzen des Streiks derzeit am stärksten aus. Erfahrungsgemäß ist es gerade von 8 bis 14 Uhr für Eltern sehr schwierig, eine Betreuung zu organisieren.“

Da mehrere Kitas auch in der Woche vor Pfingsten bestreikt werden oder nur in eingeschränkter Form öffnen, ermöglicht es die Stadt kommende Woche auch, dass Eltern in Eigenregie die Betreuung in den verwaisten Einrichtungen übernehmen. „Versicherungsrechtlich ist das geklärt, der Fachbereich arbeitet an der Umsetzung“, sagt Eva Wiedemann, Pressesprecherin der Stadt. „Viele Eltern haben sich bis jetzt anscheinend auch so behelfen können“, meint Cornelia Sattler vom Gesamtelternbeirat. Inwieweit die kommunalen Räume in Anspruch genommen werden müssten, werde sich nächste Woche zeigen.

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