Kornwestheim Anfang Juli beginnt der Bau der großen Solarthermie-Anlage am Römerhügel

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Freuen sich über den baldigen Baubeginn (von links): Der vorsitzende Stadtwerke-Geschäftsführer Bodo Skaletz, Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Oberbürgermeister Werner Spec, SWLB-Geschäftsführer Christian Schneider. Foto:  

Kornwestheim - Der Bau der Solarthermie-Anlage auf dem Römerhügel zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg soll Anfang Juli beginnen. Dafür machten die Verantwortlichen am Freitagvormittag den Weg frei. Vertreter der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und der Firma Arcon-Sunmark aus Regensburg, die das 14 800 Quadratmeter große Areal mit Kollektoren bestückt, nahmen die Baugenehmigung entgegen. Übergeben wurde sie vom Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec und der Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck.

Die CO2-Einsparung der Anlage beträgt laut der Stadtwerke rund 3 700 Tonnen pro Jahr. Das entspreche etwa 1,6 Millionen Liter Benzin oder einer Waldfläche von rund 470 Fußballfeldern.

In ihren kurzen Reden gingen die Verwaltungsoberhäupter auf die Bedeutung des Projektes ein. „Es freut mich sehr, dass wir mit diesem Leuchtturmprojekt einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung gehen“, sagte Ursula Keck, die von einem „wichtigen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbaren Energien“ sprach.

Sie betonte, dass die von Kornwestheim zur Verfügung gestellten Flächen – unter dem Ludwigsburger Grund liegen Altlasten – wertvolle und hochwertige Böden seien. „Bei uns war die Abwägung schwieriger“. Naturschutz, Bodenschutz und Umweltbelange mussten in der Stadt gegeneinander abgewogen werden.

In der Tat hatten in der Vergangenheit die Kornwestheimer Stadträte auch kritische Fragen zu der Solaranlage und dem Flächenverbrauch gestellt, die Informationspolitik der Stadtwerke kritisiert.

In einer Sitzung des Kornwestheimer Ausschusses für Umwelt und Technik etwa wurde von der CDU im Frühjahr die Frage aufgeworfen, ob nicht platzsparendere Röhrenkollektoren statt der geplanten Flachkollektoren hätten zum Einsatz kommen können.

Der Ludwigsburger Oberbürgermeister Werner Spec, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, sagte nun am Freitagvormittag: „Ich freue mich, dass wir mit diesem zukunftsweisenden Projekt nun offiziell starten können.“

Der Oberbürgermeister ergänzte: „Der Bau der größten Solarthermie-Anlage Deutschlands ist ein wesentlicher Beitrag zum Thema Klimaschutz und zur Reduktion von CO2-Emissionen.“

Bodo Skaletz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke, sagte: „Nun wünschen wir Arcon-Sunmark einen erfolgreichen Start, diese einzigartige Anlage auch baulich umzusetzen und ich freue mich auf tägliche Baufortschritte, die über eine Webcam von Jedermann mitverfolgt werden können.“

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