Kornwestheim Armin Pongs liest in der Grundschule

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„Ich schwöre hoch und heilig“. . .: Armin Pongs zu Gast in der Weststadt. Foto: Werner Waldner

Kornwestheim - Manche Eltern werden sich am Abend gewundert haben, dass ihr Nachwuchs weder fernsehen noch zocken, sondern lieber ein Buch lesen wollte. Das lag an dem Schwur, den die Jungen und Mädchen am Vormittag geleistet hatten. „Hoch und heilig“ hatten die Kinder aus der Eugen-Bolz-Schule versprochen, künftig mehr Bücher zu lesen und weniger vorm Fernseher oder Rechner zu hocken. Kinderbuchautor Armin Pongs hatte sie davon überzeugt, dass man durchs Lesen reich werden kann – zwar nicht an Geld, aber an Bildern im Kopf. Er selbst, rechnete er den Kindern vor, habe über 2,8 Millionen Bilder in seinem Kopf und sei damit Millionär. . .

Einen wahren Lesemarathon leistete der 53-Jährige am Mittwoch in der Grundschule in der Weststadt. Klassenweise kamen die Jungen und Mädchen in den Musiksaal, wo Pongs den Erst- und Zweitklässlern aus seinem Krokofil-Buch, den Älteren aus dem Magischen Kalender vorlas. Schon zum dritten Mal war der Autor, der am Chiemsee in Bayern lebt, in der Eugen-Bolz-Schule zu Gast. Die Viertklässler des vergangenen Schuljahres durften ihm sogar bei der Erstellung eines Buches helfen. Regelmäßig nahmen sie Kontakt zu Pongs auf, gaben Rückmeldungen zu neuen Texten und Illustrationen und schlossen sich mit ihm sogar zu einer Videokonferenz zusammen.

Schüler haben viele Fragen

Am Mittwochvormittag allerdings sahen sich Schriftsteller, Schüler und Lehrer von Angesicht zu Angesicht. Die Jungen und Mädchen genossen die Auseinandersetzung mit dem Autor, der die Kinder in seine Lesung immer wieder miteinbezog und Fragen zu den Texten stellte. Und der ihre vielen Fragen beantwortete. Hast du das Buch wirklich geschrieben? Ja, das habe er, und ein Team habe ihm geholfen, seine Geschichten dann in ein Buch umzusetzen. Und ganz nebenbei erzählte Armin Pongs seinen kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern, wie ein Buch entsteht. Was für ein Auto hast du? Einen Sternenbus. Damit meine Armin Pongs aber nicht einen Daimler, sondern ein Gefährt, wie es auch im Magischen Kalender auftaucht. Hast du Haustiere? Ja, Spinnen, die sich jetzt in der kalten Jahreszeit in sein Haus schleichen würden.

Die Schulstunde verging für die Kinder aus der Eugen-Bolz-Grundschule wie im Fluge, und am Schluss leisteten sie jenen Schwur, mit dem sie sich zum Lesen verpflichteten. Eine kluge Entscheidung, wie Armin Pongs den Jungen und Mädchen aus Kornwestheim versicherte. Die Bilder aus dem Fernsehen und den Computerspielen seien schließlich nicht ihre eigenen, sondern würden ihnen von den Filme- und den Spielemachern vorgegeben werden. Und Lesemillionär sei auch besser als Geldmillionär, denn Geld könne geklaut werden, Bilder aus dem Kopf aber nicht. . .

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