Kornwestheim Außenseiter im letzten Spiel des Jahres

Von Lars Laucke
Der Einsatz von Abwehrchef Hendrick Schoeneck ist noch fraglich. Foto: Archiv (Peter Mann)

Kornwestheim - Die stille und besinnliche Weihnachtszeit hat in den allermeisten Sportarten auch dieses Mal früher begonnen als geplant – bis auf wenige Ausnahmen ruht der Spielbetrieb. Eine dieser Ausnahmen ist die 3. Liga im Handball. Die Männer des SV Kornwestheim dürfen oder müssen am Samstagabend um 20 Uhr noch einmal ran – je nach Sichtweise. Dürfen, weil natürlich jeder Sportler froh ist, wenn er auf die Platte darf. Müssen, weil der Gegner TuS Fürstenfeldbruck heißt und neben Spitzenreiter Konstanz die Top-Mannschaft der Liga ist. Außer im direkten Vergleich gegen den Ligaprimus vom Bodensee haben die Fürstenfeldbrucker bislang nur in Willstätt verloren.

Genau dieser Punkt könnte den Kornwestheimern etwas Hoffnung geben, haben sie doch selbst gegen Willstätt unentschieden gespielt und dabei laut Coach Alexander Schurr „das bislang schlechteste Heimspiel der Saison“ abgeliefert. Und zu was der SVK fähig ist, wenn er ein gutes Heimspiel aufs Parkett legt, das hat er zum Beispiel gegen die HSG Konstanz gezeigt, als man die Übermannschaft der Liga beim 28:29 am Rande des ersten Punktverlusts der Saison hatte. „Natürlich ist uns Fürstenfeldbruck spielerisch und körperlich überlegen. Wir sind Außenseiter und haben wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen“, sagt Schurr. „Aber wir werden auch nicht in die Partie gehen und schon an Weihnachten denken. Wir haben gezeigt, dass wir zu Hause jedem Gegner der Liga Paroli bieten können. Und das möchten wir auch diesmal tun.“

Ein paar Fragezeichen im Personal

Ein Schlüssel wird es aus Schurrs Sicht sein, „wie gut wir es schaffen, gegen den sehr dynamischen Angriff von Fürstenfeldbruck mit zwei sehr starken Linkshändern dagegenzuhalten. Wir müssen clever verteidigen, brauchen eine gute Torhüterleistung und müssen dann in unser Tempospiel kommen“, gibt er die Marschroute vor. Allerdings stehen hinter dem Einsatz mehrerer Stammkräfte noch Fragezeichen, darunter Abwehrchef Hendrick Schoeneck. „Aber auch bei Christopher Tinti und Marvin Flügel entscheidet womöglich erst am Samstag, ob sie spielen können“, so Schurr.

Die Partie findet unter Anwendung der 2G-plus-Regel statt, wie man das schon zuletzt vom Heimspiel gegen den TV Plochingen gewohnt war. Das heißt also, dass nur geimpfte und genesene Personen Zutritt erhalten. Zudem ist gegebenenfalls noch ein aktueller Schnelltest notwendig. Gegen Plochingen hatte sich das doch deutlich auf die Zuschauerzahl ausgewirkt, wobei Alexander Schurr weniger enttäuscht war als vielmehr „beeindruckt von allen, die diesen Aufwand in Kauf genommen haben“.

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